Ein alter Spruch sagt: „Was dem Jupiter erlaubt ist, darf der Ochs noch lange nicht“. Dieser Spruch hat auch in unserer Rechts- Links- Politik Gültigkeit. Als sich vor ein paar Jahren der Anti- Politiker Donald Trump in den USA als Präsidentschaftskandidat für die Republikaner durchsetzte, wurde er zuerst ausgelacht und lächerlich gemacht und dann massiv attackiert. Die „Eliten“ wollten ihn als Präsident verhindern.Es half alles nichts; er wurde Präsident, auch wenn z. B. die europäischen Herrscher vor Wut schäumten. Im Kampf gegen Trump wurde auch zur „russischen Waffe“ gegriffen. Es wurde behauptet, dass er im Wahlkampf von Russland unterstützt worden sei. Es wurden ihm illegale Geschäftsbeziehungen zu Russland nachgesagt. Es hat sich fast alles in Luft aufgelöst und Trump konnte nicht gestürzt werden. Dass private Sexaffären von seinen politischen Gegnern ausgegraben und veröffentlicht wurden, zeigt nur einmal mehr, wie verhasst er bei politischen Gegnern ist. Er ist den „Eliten“ ein Dorn im Auge; er schwimmt gegen den Strom.

Mit ähnlichen oder fast gleichen Methoden wird in der westlichen Welt aber immer öfter und häufig mit mehr Erfolg versucht, unbequeme und nicht ins System passende und nicht dem Zeitgeist entsprechende Politiker zu erledigen. Da kommt dann das umgekehrte Motto der Drei Musketiere zum Tragen, das dann lautet: Einer gegen Alle und Alle gegen Einen. Das bekam in Frankreich Marine Le Pen im Wahlkampf gegen Macron zu spüren; alle Parteien verbündeten sich , um sie als Präsidentin zu verhindern. Und jetzt haben sie halt Macron als Präsidenten und viele wären froh, ihn wieder los zu werden. Und auch bei Le Pen kam die „russische Keule“ zum Einsatz. Es geht da um einen russischen Kredit, den die Partei von Le Pen zur Abdeckung der Wahlkampfkosten in Anspruch nahm. Da war dann auch gleich die Rede von dubiosen und undurchsichtigen Geldquellen und von russischer Einflussnahme und russischer Unterstützung sowieso. In Österreich lief es bei der FPÖ ähnlich. Was gab es doch international für ein Geschrei, als Ende 2016 einige FPÖ- Politiker in Moskau ein Bündnis bzw. eine Absichtserklärung mit einer russischen Partei abschlossen. Diese „Vereinbarung über Zusammenwirken und Kooperation“ wurde auf fünf Jahre geschlossen und sollte nach Ablauf dieser Frist automatisch verlängert werden, sofern keine Kündigung erfolgte. Als es zum „Ibiza- Skandal“ kam, in dessen Folge die ÖVP- FPÖ- Regierung gestürzt wurde, sagte ein FPÖ- Politiker, dass man das Bündnis mit der russischen Partei auslaufen lasse. Das lässt zumindest den Schluss zu, dass die FPÖ deswegen massiv unter Druck gesetzt wurde. Theoretisch denkbar wäre sogar, dass man die FPÖ wissen ließ: Ohne dieses Bündnis wäre das „Ibiza- Video“ nicht veröffentlicht worden. Wie gesagt; theoretisch denkbar wäre das. Und jetzt ist Italiens Innenminister Salvini dran. Ihm wird der Vorwurf gemacht, seine Partei hätte mit Russland an einem Abkommen zur illegalen Parteifinanzierung gearbeitet, was von Salvini aber bestritten wird. Er soll auf jeden Fall schlecht gemacht werden.

Die Lega von Salvini, die FPÖ des Ex- Chefs Strache und das Rassemblement National von Le Pen sind alles Parteien des rechten Lagers in der EU, sind EU- kritisch, halten nichts von einer Ausgrenzung und Isolierung Russlands und sind auch gegen die Migrationspläne der EU- Führung und der UNO. Sie schwimmen also ebenfalls gegen den Strom und deshalb werden sie angefeindet. Wenn es enge freundschaftliche Verbindungen zwischen den konservativen oder linken Parteien Europas zu anderen gleichgesinnten Parteien in der westlich orientierten Welt gibt oder Bündnisse oder „Think Tanks“ etc. wie die Atlantikbrücke, Atlantische Initiative, European Council on Foreign Relations usw., ist alles in bester Ordnung. Gibt es aber Vergleichbares rechter Parteien mit Russland, ist der Teufel los. Da haben die Herrschenden, da haben die „Eliten“ was dagegen. Wer aber versteckt sich hinter denen? Wer glaubt, „Jupiter“ zu sein?

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