Die italienische Regierung hat zwar untersagt, dass Schiffe mit geretteten Migranten italienische Häfen anlaufen, aber die Berichte über NGO- Schiffe mit aus Seenot geretteten Migranten nehmen trotzdem zu. Man hört auch, dass sich Merkel und Macron über eine Verteilung der Geretteten im Klaren sind; vierzehn EU- Staaten sollen sich bereit erklärt haben, gerettete Migranten aufzunehmen und da soll auch Österreich dabei sein. Das heißt, es geht wieder los mit der Aufnahme von Illegalen. Gesetzesbruch wird vom Staat selbst begangen. Es fahren also wieder mehr Boote von Libyen los, weil die Leute ja wissen, dass sie abgeholt werden. Das ist übrigens auch im Sinne der UNO. Es kommen aber Migranten nicht nur vermehrt von der libyschen Küste in die EU. Auch auf der Balkanroute, die ja nie richtig dicht war, kommen zunehmend wieder Flüchtlinge. Wie das Bundeskriminalamt in Wien bestätigte, sollen sich Anfang Juni 80.000 Menschen auf der Balkanroute befunden haben. Die Zielländer sind wie üblich Deutschland, Österreich und Schweden. Hört man davon was? Eigentlich nicht. Und sind diese Menschen erst einmal hier, sind sie kaum mehr wegzukriegen und es spielt dabei keine Rolle, ob sie Papiere haben, illegal hier sind und womöglich kriminell sind. Dass das auch so bleibt, dafür sorgen auch der UN- Migrationspakt und der UN- Flüchtlingspakt. Das nächste Ungemach kommt von der Türkei. Der türkische Außenminister gab nämlich die Aufkündigung jenes Flüchtlings- Deals bekannt, den Merkel mit dem türkischen Präsidenten Erdogan aushandelte. Als Grund werden Streitereien zwischen der EU und der Türkei bei Gasbohrungen vor der Küste Zyperns angegeben und auch, dass die EU der Türkei angeblich erst 2 Milliarden statt der vereinbarten 6 Milliarden für den Flüchtlingsdeal überwiesen hat. Die EU ist, wenn das stimmt, wieder einmal vertragsbrüchig geworden oder hat das bewusst gemacht, um die Migration wieder anzukurbeln. Die Vereinten Nationen drängen auch darauf, dass im Mittelmeer wieder mehr NGO- Schiffe Rettungsfahrten durchführen. Das betrifft hauptsächlich den Bereich zwischen Libyen und Italien. Fast unbemerkt oder zumindest nicht erwähnt wird die gar nicht so neue Flüchtlingsroute von Syrien oder der Türkei nach Zypern, speziell Nordzypern, in die EU. Dass fast alle Migranten und Flüchtlinge hier bleiben dürfen, dafür sorgt die sehr hohe Anerkennungsquote bei Asylanträgen und die Tatsache, dass der Großteil der abgewiesenen Asylanträge beeinsprucht wird. Von diesen Anträgen bekommt der Großteil einen Aufenthaltstitel und es interessiert niemanden, ob diese Menschen im Vorfeld fünf oder sieben sichere Länder durchreisten.

Die Menschen stellen Asylanträge, obwohl sie eigentlich als Migranten kommen und anscheinend interessieren niemanden die rechtlichen Unterschiede zwischen Asylwerbern und Migranten. Es fragt auch niemand nach drei Jahren, ob noch Anspruch auf Asyl besteht; die Leute bleiben ungefragt hier. Die Situation wird aber nicht besser; Kriminalität und Gewalt nimmt zu. Fast hat man den Eindruck, dass die Bevölkerung längst für vogelfrei erklärt wurde. Und dann kommen Politiker und Politikerinnen mit mehr als dümmlichen Vorschlägen daher, die ihrer Meinung nach die Sicherheit für gefährdete Menschen erhöhen sollen. Da war einmal der legendäre Vorschlag, „eine Armlänge Abstand“ zu potentiellen Sex- Unholden zu halten. Dann wurden auch einmal irgendwelche ominösen Armbänder mit irgendwelchen Sprüchen beworben. Die sollten ebenfalls Grabscher und ähnliche Typen abschrecken, genau so wie spezielle T- Shirts. Dann wurde einst die Idee mit dem Heimwegtelefon geboren. Der geniale Einfall mit dem Frauentaxi, welches noch eine Weile vor der Haustür wartet, konnte auch als Unterstützung für eine notleidende Branche gesehen werden. In Schweden wurde jetzt gegen Raub und Überfall empfohlen, die Einheimischen mögen sich doch so kleiden, dass sie einen ärmlichen Eindruck erwecken. Der Tip für Frauen, lange, sackähnliche Kleider zu tragen, um ja nicht betont weiblich oder gar aufreizend zu wirken, ist ja schon ein alter Hut, genau so wie sich öffentlich nicht mit einem neuen Smartphone zu beschäftigen. In letzter Zeit wird auch eindringlich empfohlen, auf Bahnhöfen, U- Bahn- Stationen oder Bim- Haltestellen besser nach hinten als nach vorne zu schauen, um nicht in Mordabsicht auf die Gleise gestoßen zu werden. Bis jetzt gab es von der Politik übrigens noch keinen Hinweis, wo es solide Stichwesten – gegen Messer- und Schwertattacken – zu kaufen gibt. Mich wundert auch, dass ich noch nichts von Reisewarnungen gegen Länder wie z. B. Deutschland oder Schweden gehört habe.

Es gibt Gratis- Ratschläge, die durchwegs umsonst sind und teils wie Voodoo- Zauber anmuten, aber es gibt keine Lösung der Probleme. Aber braucht man eigentlich Problemlösungen, wenn die Bevölkerung für vogelfrei erklärt wurde?

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