Ein Sturm der Entrüstung fegt wieder über Österreich, ausgelöst wieder von einem FPÖ- Mann. Es ist ein seit etwa drei Monaten amtierender oberösterreichischer Landesrat und er löste eine Welle der Empörung in einem „Krone“- Interview aus, in dem er u. a. sagte: „… Also alles, was aus der Zuwanderung, was über die Assimilation hinausgeht, führt zu Mischkulturen. Und diese Mischkulturen haben auf der Welt bewiesen, dass sie nicht vorteilhaft sind …“ Dieser Teil des Interviews war es , der Empörung und Entrüstung auslöste und warum jetzt sein Rücktritt bzw. seine Absetzung gefordert wird. Naturgemäß bzw. der Ideologie entsprechend ist in erster Linie das politisch linke Lager samt nahestehenden Institutionen am meisten empört und will aus dem Interview jetzt, kurz vor der Wahl, politisches Kleingeld schlagen. Zumal die Empörung ja ein FPÖ- Politiker auslöste. Die Riege der Empörten wird angeführt vom SPÖ- Bundesgeschäftsführer Drozda, der da meint: „Es handelt sich hier um eine rassistische Entgleisung …“Für den oberösterreichischen grünen Landesrat ist das Interview „furchtbar“, spricht von „Verschwörungstheorien“ und die oberösterreichische SPÖ- Chefin findet die Aussagen „unglaublich“. Die Empörten sind aber nicht willens oder nicht fähig zu erklären, was die echten Vorteile von Mischkulturen sind. Denn zu sagen, dass Multi- Kulti oder Diversity ganz einfach super ist, wäre denn doch zu billig und zu wenig. Allerdings: Abseits des Rampenlichts werden viele Menschen im Land dem Landesrat mehr oder weniger zustimmen, wenn er sagt, dass Mischkulturen nicht vorteilhaft sind. Und wenn für Herrn Drozda eine rassistische Entgleisung vorliegt, dann sind viele Menschen im Land für ihn zwangsläufig Rassisten. Und das sollte man zumindest bis zur Wahl nicht vergessen.

Wortklauberei wird immer mehr zur Notwendigkeit im politischen Geschäft. Hätte der Landesrat von „Multi- Kulti“ gesprochen statt von Mischkultur und statt „nicht vorteilhaft“ ganz einfach z. B. „verbesserungswürdig“ gesagt, es wäre alles halb so schlimm. So war es einfach fehlende Sensibilität auf der einen Seite, welche Empörung und Entrüstung, aber auch Heuchelei auf der anderen Seite auslöste. Ein Politiker darf heutzutage nicht mehr so reden, wie er denkt. Auch wenn seine Denkweise nicht falsch sein muss. Schauspielerische Talente haben Hochsaison. Was war wirklich der wahre Grund für die Empörung über die Negativ- Beurteilung der Mischkulturen? War es die Wahlkampfzeit oder die Tatsache, dass ein FPÖ-ler sie aussprach oder beides? Oder war es die bedingungs- und kritiklose Zustimmung zu Mischkulturen? Die wurde ja schon vor langer Zeit und schon oft gefordert. Von Graf Coudenhove- Kalergi zum Beispiel, der eine Durchmischung von Rassen und Völkern vorhersah. Oder von Frans Timmermans, der als EU- Kommissions- Vizepräsident forderte, monokulturelle Staaten zu eliminieren und multikulturelle Diversität zu beschleunigen. Auch der ehemalige britische Premier Tony Blair förderte aktiv die Bildung einer Multi- Kulti- Gesellschaft und der französische Ex- Präsident Sarkozy sagte schon Ende 2008: „Was also ist das Ziel? Das Ziel ist Rassenvermischung… Es ist zwingend…“ Auch der damalige deutsche Finanzminister Schäuble sagte 2016, dass Deutschland ohne Vermischung “ in Inzucht degenerieren“ würde. Und der US- Militärstratege Thomas P. M. Barnett soll vor ein paar Jahren gesagt haben: „Das Endziel ist die Gleichschaltung aller Länder der Erde. Sie soll durch die Vermischung der Rassen herbeigeführt werden. Mit dem Ziel einer hellbraunen Rasse in Europa…“

Bei so viel prominenter Befürwortung von Mischkulturen, äh, Multi- Kulti kann es doch nicht angehen, dass da jemand ungestraft daran zweifelt. Zumal auch die UNO – siehe Migrations- und Flüchtlingspakt – und auch die EU- Kommission Zuwanderung und Vermischung befürwortet.

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