Schon im vergangenen Juni forderte die UNO die Staatengemeinschaft auf, ihre Staatsbürger, konkret die Familien von IS- Kämpfern aus syrisch- kurdischen Gefangenenlagern zurück zu holen. Die Aufforderung heißt nichts anderes, als Leute, die sich freiwillig den IS- Mördern anschlossen, wieder in ihr Heimatland, zum Teil aber auch in das Land, das ihnen einst Asyl gewährte, zurück zu holen. Diese Forderung, von der natürlich auch Österreich betroffen ist, kam erstmals von der UN- Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet. Ja, richtig; das ist jene ehrenwerte Dame, die schon bei ihrer Antrittsrede im September 2018 ankündigte, in Österreich den Schutz von Einwanderern überprüfen zu lassen. Sie sprach von Einwanderern, nicht von Asylwerbern. Aber in Österreich ist das eh schon lange das Gleiche.

Und bezüglich Rückholung von IS- Kämpfern und ihren Familien sagte die Hochkommissarin: „Staaten haben wichtige Pflichten gegenüber ihren Bürgern…“. Und dann war zu hören, dass das österreichische Außenamt zuallererst zwei Buben einer vermutlich bei Kämpfen getöteten „IS- Braut“ – vielleicht war sie auch IS- Kämpferin – zu ihrer österreichisch- bosnischen Großmutter nach Wien holen will. Die Identität der Buben wurde angeblich per DNA- Test zweifelsfrei geklärt. Die Ex- Außenministerin Kneissl sprach davon, dass noch etwa 20 minderjährige Kinder, welche österreichische Staatsbürger sein sollen, aus Beziehungen von IS- Bräuten und IS- Kämpfern, nach Österreich zurück geholt werden sollen. Die Diskussion geht aber nicht nur um Kinder von IS- Eltern. Auch die Mütter, die freiwillig in den „Heiligen Krieg“ zogen, wollen mehrheitlich wieder zurück, genau so wie gefangene IS- Kämpfer. In Erinnerung ist da ein österreichisch- türkischer IS- Kämpfer, der mit einer Kampfverletzung nach Österreich zurück kehrte, sich hier auf Staatskosten gesundpflegen ließ, dann wieder in den „Heiligen Krieg“ zog. Und jetzt sitzt er in einem syrischen Gefangenenlager und möchte gerne nach Österreich zurück. Weil es sich hier natürlich besser lebt als in einem Gefangenenlager in der Wüste.

Nur; was denken sich eigentlich unsere Politiker dabei, solche Leute zurück zu holen? Die Männer haben sich freiwillig dem IS angeschlossen, wurden an Waffen ausgebildet, haben gekämpft, waren IS- Terroristen. Die Frauen haben sich ebenfalls freiwillig dem IS- angeschlossen, wurden vermutlich ebenfalls an Waffen ausgebildet, haben vielleicht oder wahrscheinlich auch gekämpft. Und die Kinder dieser IS- Eltern sind mit IS- Ideologie, mit Waffen, mit Krieg aufgewachsen und selbst Kinder waren, wie auf Videos gezeigt wurde, bei der Ermordung von Gefangenen des IS aktiv beteiligt. Und jetzt wird allen ernstes verlangt, dass wir diese tickenden Zeitbomben mit IS- Ideologie und Waffenausbildung zurück holen. Und was noch schlimmer ist: Es gibt sogar österreichische Parlamentarier, die ebenfalls die Rückholung fordern. Die Rückholung von Terroristen, die angeblich die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen, diese aber mit ihrem Beitritt zum IS mit Füßen getreten haben. Die hoffen, dass sie in Österreich straffrei davon kommen werden, weil es entweder keine Anklage geben wird oder keine Beweise und keine Zeugen. Österreich soll also Beschützer von Terrorverdächtigen werden. Und Österreich darf diesen Gefangenen nicht einmal die Staatsbürgerschaft aberkennen, wenn sie keine zweite Staatsbürgerschaft haben. Da hat die UN- Menschenrechtskommission was dagegen. Die sagt, kein Mensch darf staatenlos werden. Auch wenn er ein IS- Mörder ist.