Jetzt hat es auch das beschauliche Mühlviertel erwischt, gab es auch da eine schreckliche Messerattacke. Was die Menschen dort bis jetzt aus den Medien erfuhren, was in mehr oder weniger großer Entfernung passierte, z. B. in Linz, passierte jetzt bei ihnen. Ein Betreuer in einem Flüchtlingsheim niedergestochen, lebensgefährlich verletzt. Der Täter wollte ihm, wie Augenzeugen berichten, die Kehle durchschneiden. Zwei Zeugen, die das verhindern konnten, wurden „erheblich verletzt“. Der Täter konnte flüchten, erstach dann einen Bauern und stahl dessen Auto. Stunden später wurde der Widerstand leistende Mörder in Linz festgenommen. Und so nach und nach kommen jetzt Details zum „armen Flüchtling“, der 2015 mit Hilfe von Schleppern illegal nach Österreich kam, ans Tageslicht. Der Mann ist polizeibekannt, lieferte einige Mal einen Grund für einen Polizeieinsatz. Da war auch häusliche Gewalt mit anschließender Wegweisung dabei. Es gab aber „keine Voraussetzungen für eine Festnahme“. Für eine Abschiebung natürlich auch nicht, obwohl sein Asylantrag abgelehnt wurde. Aber dagegen wurde selbstverständlich eine Beschwerde eingereicht; kostet ja nichts und man kann nur gewinnen. Und außerdem; wann wird denn schon ein abgelehnter, polizeibekannter Asylwerber aus Österreich abgeschoben? Jetzt gibt es allerdings einen Toten, einen lebensgefährlich Verletzten (hoffentlich überlebt der Mann!) und zwei „erheblich Verletzte“. Und der Landeshauptmann sagt zu der Katastrophe: „Ich bin zornig und erschüttert, weil ein Mann, dem unser Land Schutz und Sicherheit bietet, so etwas Bestialisches verbrochen haben soll“. Der werte Herr Stelzer sagt tatsächlich „… verbrochen haben soll“. Er will anscheinend nicht zur Kenntnis nehmen, dass der Mann das verbrochen hat. Er braucht auch nicht extra betonen, „Flüchtlinge nicht pauschal und undifferenziert zu verdächtigen oder gar zu verurteilen“. Besser wäre, dafür zu sorgen, dass Linz wieder sicherer wird, dass es keine Waffenverbotszonen mehr braucht, dass Messerstechereien und Überfälle abgestellt werden. Und der Landeshauptmann könnte gemeinsam mit dem Integrationslandesrat, der sich auffällig ruhig verhält, die Familien des Todesopfers und der Verletzten besuchen und zuhorchen, was ihnen die zu erzählen haben.

Die schlechte Arbeitssituation soll zur Unzufriedenheit des Verdächtigen beigetragen haben und somit der Auslöser für die Bluttat gewesen sein. Der Betreuer konnte ihm angeblich keinen ihm genehmen Arbeitsplatz vermitteln. Angeblich wollte er auch bei einem Integrationsprojekt mitwirken, wie geschrieben wird. Der Bürgermeister der Gemeinde sagte hingegen, der Täter habe für die Gemeinde gearbeitet. Er wurde aber immer unzuverlässiger, kam nicht mehr zur Arbeit und letztendlich wurde er nicht mehr beschäftigt. Er erregte auch einmal Aufsehen, als er „auffällig aus dem Koran vorlas“. Als beginnende Radikalisierung sah das allerdings niemand.

P. S.: Wie viele Österreicher haben auch keine optimale oder gar eine schlechte Arbeitssituation und selbstverständlich keinen Betreuer und laufen trotzdem nicht Amok?