Es gibt momentan immer noch Leute, die einen zunehmenden Druck auf die EU- Außengrenzen durch Asylwerber bestreiten. Die nicht wahrhaben wollen, dass z. B. die ungarischen Grenzbefestigungen an der Grenze zu Serbien von gewalttätigen Asylwerbern gestürmt wurden. Es steigt auch der Druck auf Griechenland; griechische Inseln in der Nähe der Türkei sind überfüllt mit Asylwerbern, die von der Türkei kommen. Das ist auch der Grund, warum die griechische Regierung schwimmende Schutzsysteme, also schwimmende Barrieren, errichten will, um von der Türkei kommende Flüchtlings- oder Migrationswellen stoppen zu können. Die Griechen sind aufgebracht. Die Flüchtlingseinrichtungen auf den Inseln sind überfüllt, die Bevölkerung fängt zu rebellieren an. Bevor es zu Massendemos und Krawallen kommt, will die Regierung die Rückführung jener Menschen beschleunigen, die „keinen internationalen Schutz benötigen“ oder deren Asylanträge abgelehnt wurden. Da von Menschenrechtsorganisationen diese Maßnahmen entschieden abgelehnt werden, zeigt sich deutlich, dass es gar nicht um Gewährung von notwendigem Schutz geht. Es geht nur darum, die EU mit Migranten zu fluten.

Jetzt wird die griechische Regierung noch konkreter. Sie will künftig Asylwerbern nur noch für drei Jahre Asyl gewähren. Begründet wird das mit den Worten: „Es ist schwierig, die verschiedenen Bevölkerungsgruppen zu integrieren“. Ja, dürfen die das überhaupt sagen, ist das politisch korrekt, ist das nicht schon diskriminierend? (Und machen wir diese Erfahrung nicht schon seit Jahren?) Das betrifft wahrscheinlich aber nur die eher bescheidenen 40.000 Menschen, denen seit 2015 in Griechenland Asyl gewährt wurde. Der Großteil der Flüchtlinge will ja weiter in die Wunschländer wie Österreich, Deutschland, Schweden, Großbritannien etc. Nur; Asyl auf drei Jahre? Soll das ein Versprechen sein der griechischen Bevölkerung gegenüber oder eine Drohung den Asylwerbern gegenüber? Man kann eher annehmen: Weder – noch. Wahrscheinlich ist es nur ein frommer Wunsch oder eine Lüge. Als 2015/ 2016 die Asylkrise am Höhepunkt war, der Rechtsstaat sich selbst abgeschafft hatte und hunderttausend Asylwerber in Österreich blieben, da hörte man doch auch von vielen österreichischen Politikern: Asyl ist selbstverständlich Schutz auf Zeit. Wer Asyl erhält, bei dem wird nach drei Jahren der Schutzanspruch neu überprüft. Und jene, bei denen kein Asylanspruch besteht, müssen unser Land wieder verlassen. Wie ernst gemeint diese Äußerungen waren, wird uns täglich vor Augen geführt. Hörte jemals irgendwer von einer Überprüfung des Schutzanspruches nach drei Jahren? Wie viele Tausende ohne Asylanspruch leben seit Jahren in Österreich? Wie viele kriminelle Flüchtlinge genießen ihr Leben bei uns? Spricht man nicht mit Vorliebe nur mehr von Migranten?

Wollte man mit diesen Äußerungen etwa nur die Bevölkerung ruhig stellen und für dumm verkaufen?