In Linz wurde jetzt (auf „krone.at“ am 30 04.) ein erst (oder angeblich erst) 17-jähriger Tschetschene wegen vierfachen Raubes, fünffacher Erpressung und anderer Delikte rechtskräftig zu 21 Monaten unbedingter Haft verurteilt. Also nicht einmal zwei Jahre und er wird sicher auch noch vorzeitig aus der Haft entlassen. Dabei wurde dem jungen Strolch – man kann es kaum glauben – als mildernd angerechnet, dass es teilweise beim Versuch geblieben war. Der Vorsatz war ja trotzdem da. Es gab aber auch erschwerende Umstände: Da gab es zwei einschlägige Vorverurteilungen; es handelt sich also um einen Wiederholungstäter und erschwerend wurde auch die Verwendung einer Waffe bei der Nötigung gewertet.

In Wien wurden jetzt drei ebenfalls hoffnungsvolle Jugendliche – zwei 16-jährige Afghanen und ein 17-jähriger Syrer – festgenommen. („krone.at“ am 30. 04.) Das Trio hatte vor zweieinhalb Monaten zu mitternächtlicher Stunde einen stark alkoholisierten Mann ausgeraubt. Einer der erst 16-jährigen Räuber war wegen mehrerer Gewaltdelikte ebenfalls schon in Haft. Mit jetzt angeblich 16 Jahren; wohlgemerkt! Mit welchem Alter (wenn das überhaupt stimmt!) begann der eigentlich seine kriminelle Laufbahn?

Das sind aber keine Einzelfälle, über solche Fälle liest und hört man viel zu oft, das wird schon fast zum Alltag. Deshalb wäre es doch interessant zu erfahren, ob es nicht ein strafbarer Tatbestand ist, wenn gewalttätige Wiederholungstäter immer wieder auf die ahnungslose Bevölkerung losgelassen werden. Wie kommt die Bevölkerung dazu, dass sie als Freiwild für „arme schutzsuchende“ Wiederholungstäter herhalten muss, nur weil unsere Regierung nicht fähig oder nicht willens ist, dem einen Riegel vorzuschieben?