Der Österreichische Integrationsfonds ließ 1.000 Österreicher für eine Studie zu Parallelgesellschaften befragen; nach den gewalttätigen Demos in Wien- Favoriten zwischen Türken und Kurden , die von heimischen Randalierern unterstützt wurden. 70 Prozent der Befragten gaben an, dass sie glauben, dass Parallelgesellschaften existieren. So formuliert es der ORF auf seiner Webseite. Das heißt, es soll beschönigt und verharmlost werden. Glauben heißt ja, nichts wissen. Man könnte also sagen, laut ORF wissen 70 Prozent der Befragten nicht, ob es Parallelgesellschaften gibt. Andere Medien formulieren nämlich anders; da heißt es zum Beispiel, und das horcht sich dann ganz anders an, „sieben von zehn Österreichern nehmen Parallelgesellschaften wahr“ oder „70 Prozent der Österreicher sehen die Existenz von Parallelgesellschaften“. Das ist schlicht und einfach ein erschreckend hoher Wert, der vielen Leuten gar nicht schmecken wird. Erschreckender ist aber, dass die letzten Regierungen diesen Zustand ganz einfach nicht wahrhaben wollten, ihn in Abrede stellten oder als gefährliche und verantwortungslose Panikmache darstellten. Soweit ich mich erinnere, wiesen FPÖ- Leute als einzige auf dieses Problem hin, aber die wurden dann als Hetzer beschimpft.

Zu den türkisch- kurdischen Krawallen befragt, meinten sogar drei Viertel der Befragten, dass es sich dabei um importierte Konflikte handelt. Ebenfalls 70 Prozent der Befragten rechnen wegen der Konflikte in Favoriten mit negativen Folgen für das Zusammenleben und für 42 Prozent der Befragten zu einer früheren Studie hat sich das persönliche Sicherheitsgefühl schon lange verschlechtert. Die Menschen haben zunehmend Angst vor Gewalt. Das heißt, dass der innere Friede in Gefahr ist. Die Umfrageergebnisse will das Integrationsministerium in eine noch zu schaffende Dokumentationsstelle einfließen lassen, um ein Frühwarnsystem zu aktivieren. Wie das funktionieren soll, ist reichlich nebulös. Zu befürchten ist, dass ethnische und Nationalitätenkonflikte, Krawalle und Gewaltausbrüche dort gewissenhaft verwaltet werden; mehr nicht. Es ist aber, zumindest in Österreich, schon fast eine Sensation, wenn von einem Teil der Regierung und einem Teil der Opposition über Parallelgesellschaften gesprochen, deren Existenz nicht mehr bestritten wird. Wie aber kommt es zu Parallelgesellschaften? Ganz einfach; wenn zu viele Menschen gleicher nationalität, Sprache, Religion, Kultur hier sind, ihr Bestreben nach Integration sich sehr in Grenzen hält und sie bei uns so leben können wie in ihrer Heimat, dann sind wir schon mitten drin in der Parallelwelt. Und da der Zuzug ungebremst weitergeht und selbst Straftäter bei uns nicht allzu viel zu befürchten haben und diese Menschen selbstverständlich alle Rechte, aber kaum Pflichten haben, wird sich auch in Zukunft nicht viel zum Besseren wenden. Die diversen „Klein- Türkei“, „Klein- Kurdisten“, „Klein- Tschetschenien“ usw. werden mehr und größer.