Bei dem Terroranschlag in Wien haben das BVT (Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung) und/oder andere zuständige Institutionen zur Terrorabwehr im Vorfeld völlig versagt. Wien wurde zwar, so heißt es, schon lange als gefährdet eingestuft und die terroristischen Vorfälle in Frankreich und anderen Ländern zeigen auch klar einen Anstieg der Gefährdung durch islamistische Attentäter in Europa. In Österreich wurden vor dieser Gefahr aber, so schaut es aus, die Augen verschlossen. In Österreich leben wir ja auf einer „Insel der Seligen“ und bei uns gibt es doch sehr gute Beziehungen zu armen Flüchtlingen und Moslems allgemein und auch zu denen, die nicht als ganz brav eingestuft werden und dem politischen Islam oder sogar Gruppierungen angehören, die anderweitig verboten sind oder unter Beobachtung stehen. Bei solchem Wohlwollen diesen Leuten gegenüber darf man doch annehmen, dass man in Ruhe gelassen wird und die markigen „null Toleranz“- Sprüche aus der Politik waren doch noch nie ernst zu nehmen.

  Es gibt zwar Experten zum Thema politischer Islam oder Extremismus oder islamistischer Terror, zum Teil selbst im Islam verwurzelt, die schon mehrmals vor der allgemeinen Entwicklung in Österreich warnten, aber diese Fachleute wurden ignoriert und als Kassandrarufer angesehen. Und jetzt ist das eingetreten, wovor die einen warnten und die anderen meinten, das mit Wohlwollen, mit Streicheleinheiten, mit negieren der Vorzeichen verhindern zu können. Jetzt gibt es Tote und Verwundete. Jetzt gibt es ratlose Gesichter. Wie konnte das passieren? Warum konnten die das tun; bei uns in Wien? Die Vorzeichen des sich verstärkenden Terrors, die zunehmenden Attacken rund um Österreich wurden bei uns anscheinend nicht ernst genommen. Die Messerattacken – auch bei uns – waren zu wenig Alarmsignal und die Verantwortlichen flüchteten sich gerne in die Ausrede von geistig verwirrten Tätern oder sahen keinen terroristischen Hintergrund. Die Chronologie des Terrors auf „krone.at“ zeigt deutlich den Terror der letzten Jahre in Europa. Europa aber will nicht aufwachen, will die Realität nicht wahrhaben. Das zeigt sich schon lange auch in der offiziellen Berichterstattung, in der Wörter wie z. B. „Terroranschlag“ fast nicht aussprechbar sind. Auch gestern, beim Anschlag in Wien, hörte man bei der ORF- Sondersendung viel zu spät, was Sache ist. Da wurde noch von einem Amoklauf schwadroniert, als es längst keinen Zweifel mehr am Terroranschlag gab. Es wurden auch, wie nicht anders zu erwarten, irgendwelche „Rechte“ oder „Rechtsextreme“ als mögliche Täter ins Spiel gebracht, wie hauptsächlich auf „sozialen“ Medien zu lesen war. Wieder einmal hieß es: „Was nicht sein darf, kann nicht sein“. Und es kann eben nicht sein, dass unsere muslimischen Neubürger Attentäter und Terroristen sind.