In Wien wurden ein paar Autos angezündet. Das gab es schon öfters, dass ein Auto abgefackelt wurde, aber dieses Mal war es keine 08/ 15- Aktion. Dieses Mal wurden nämlich fünf zivile Polizeiautos und ein Streifenwagen ein Raub der Flammen. Und, ganz brisant, diese Fahrzeuge gehörten den Kräften zur Bekämpfung des Schlepper(un)wesens. Dieser Einheit ist es zu verdanken, dass im vergangenen Jahr ein paar hundert Schlepper gefasst wurden. Die Zahl der aufgegriffenen illegalen Migranten stieg im Vorjahr aber trotzdem auf über 40.000. (Vielleicht auch deswegen, weil viele von ihnen nicht mehr nach Deutschland, in die Schweiz oder nach Schweden kamen).

Jetzt wurden also die zivilen Dienstfahrzeuge der Schlepperjäger in Brand gesteckt. Man hat sich diese Fahrzeuge also ganz gezielt ausgesucht und der Standort dieser Fahrzeuge war sicher nicht allgemein bekannt. Die Ermittler wissen bis jetzt nur, dass Brandsätze verwendet wurden, von denen Stoffreste sichergestellt werden konnten. Zu dem oder den Brandstifter(n) oder gar Brandstifterin(nen?) gibt es nur Vermutungen. Es darf auch darüber gerätselt werden, ob es sich bei der Brandstiftung um einen Racheakt für die „Geschäftsstörung“ oder um eine Warnung handeln könnte. Nur; für wen kann es von Interesse sein, dass Schlepper unbehelligt bleiben? Naheliegend wird es für Schlepperorganisationen von Interesse sein; im Interesse des Geschäftes. Sie wollen ja zufriedene „Kunden“ in deren Wunschdestination abliefern. Schlepperorganisationen, deren Köpfe offiziell nicht bekannt sind. Von denen nur das letzte und schwächste Glied der Kette, die internationalen Lenker der Schlepperfahrzeuge, erwischt werden und bekannt sind. Zu diesen Organisationen könnten auch, zumindest theoretisch, sogar sogenannte „Seenotretter“ gehören. Die einerseits mit Booten Illegale im Mittelmeer abholen und andererseits, das ist jedenfalls denkbar, auch Schleppungen auf dem Landweg in die EU organisieren. Da ist man dann automatisch bei der nächsten Gruppe, die für unbehelligte Schlepper ist. Das sind Organisationen, die grundsätzlich offene Grenzen für alle Menschen, die kommen wollen, fordern. Das sind Organisationen, die die Polizei oder sogar den Staat als Feind sehen, bei denen schon Ansätze zur Anarchie feststellbar sind. Das sind Organisationen, die sich bei Demos gegen Abschiebungen, auch gegen die von Schwerkriminellen, „auszeichnen“ und Polizisten attackieren. Das sind NGO´s, deren Ziel es ist, so viele Migranten wie möglich nach Österreich zu bringen. Und deren „Aktivisten“ auch wenig Skrupel haben, da sie ja ihrer Meinung nach die „Guten“ sind. Und bei diesen NGO´s gibt es eine fließende Grenze zu politischen Parteien.

Somit sollte eigentlich klar sein, in welche Richtung die Polizei ermitteln sollte (was sie wahrscheinlich auch macht). Sie könnte aber auf Widerstand aus der Politik stoßen. Und eines ist sicher auch klar: Da Rechte oder Rechtsradikale oder gar Rechtsextreme eher keine Befürworter von grenzenloser Massenmigration sind, wird man in dieser Richtung die Brandstifter eher nicht suchen müssen. Aber ermittelt wird sicher auch in diese Richtung werden, es darf nichts unversucht gelassen werden. Zumal es bis jetzt keine Spuren gibt.