Plötzlich geht die anfangs sehr mühsame Registrierung der ukrainischen Kriegsflüchtlinge (Vertriebene) ruck- zuck; 35.000 wurden bisher registriert. Das sind – bis jetzt – diejenigen, welche in Österreich zu bleiben gedenken. Denn die, die nur auf der Durchreise in ein anderes EU- Land sind, werden ja wohl nicht registriert werden bzw. sich nicht registrieren lassen. Und das werden wohl so um die 170.000 sein, denn etwas über 200.000 sind bis jetzt aus der Ukraine kommend in Österreich eingereist. Zu den bisherigen 35.000 werden aber noch viele dazu kommen. Österreich kann sich vermutlich auf etwa 50.000 – eher mehr – ukrainische Flüchtlinge einstellen. Nicht nur eine gewaltige finanzielle Belastung, die es da zu stemmen gibt. Da kommen ja noch viele andere Herausforderungen dazu, wie Wohnungen bzw. Unterkünfte, Kindergartenplätze, Schulen, passende Arbeitsplätze, ukrainisch sprechendes Personal ( als Dolmetscher z. B.) usw.

 Das ist aber noch nicht alles. Denn neben den vielen ukrainischen Kriegsflüchtlingen, die es zu versorgen gilt, kommen ja nach wie vor auch noch die vielen illegalen Migranten und Flüchtlinge aus dem Rest der Welt nach Österreich. Alleine im vergangenen Jänner gab es laut Innenministerium 3.180 Asylanträge (Erstanträge). Wenn man das hochrechnet, dann werden das wieder so wie im vergangenen Jahr um die 40.000. Und in der wärmeren Zeit steigen die Zahlen erfahrungsgemäß  stark an. Da fällt mir ein, dass Anfang 2016 eine Jahr für Jahr absinkende Obergrenze für Asylanträge eingeführt wurde. Begründet wurde das damit, dass sonst die Integration nicht mehr funktioniert. Für 2016 betrug diese Obergrenze noch 37.500, für 2019 wurden nur mehr 25.000 Asylanträge angegeben. Nun; 2021 waren es schon wieder 40.000. Gilt alles nichts mehr und der Pöbel soll gefälligst vergessen, dass Obergrenzen einmal zugesagt wurden. Und außerdem war auch voriges Jahr schon eine andere Regierung. Und dann gibt es ja auch den Migrationspakt und den Flüchtlingspakt und daran müssen wir uns doch auch halten. Und die Regierung spricht doch eh immer wieder vom „Kampf gegen die illegale Migration“. Aber was soll man denn tun, wenn die Leute einfach kommen, um zu bleiben?

  Und so werden wir uns heuer um etwa 50.000 ukrainische Kriegsflüchtlinge zu kümmern haben und zusätzlich um vorab geschätzte – auf Basis von 2021 – 40.000 illegale Migranten und Flüchtlinge. Der Regierung macht das keine Sorgen, denn sonst würde sie sagen: Mit den Kriegsflüchtlingen sind wir mehr als genug gefordert. Mehr geht nicht. Vielen Menschen im Land macht das aber schon Sorgen. Denn die voraussichtlich in Summe etwa 100.000 ukrainischen Kriegsflüchtlinge, Migranten und andere Flüchtlinge, die heuer wohl nach Österreich kommen werden, kosten ja Geld, viel Geld. Das von den Steuerzahlern aufzubringen ist und von denen viele mit der extremen Teuerungswelle kaum mehr zurecht kommen. Und der Regierung wachsen die Schulden über den Kopf, aber das stört sie offensichtlich nicht besonders.