Die ÖVP- Generalsekretärin sorgte kürzlich für Schnappatmung nicht nur im linken Lager. Sie erlaubte sich damals zu sagen, dass Österreich unter den vielen Asylanträgen (illegal gekommener Migranten) „leide“. Zu dem Zeitpunkt wurde ja schon davon gesprochen, dass für 2022 etwa 50.000 Asylanträge „erwartet“ werden; zusätzlich zu den etwa 78.000 ukrainischen Kriegsflüchtlingen, die Österreich auch zu versorgen hat. Wer ein bisschen mehr als das kleine Einmaleins beherrscht, kann sich in etwa ausrechnen, was all diese Menschen dem österreichischen Steuerzahler kosten. Und beim rechnen bitte nicht vergessen: Die mehr als 40.000 Asylwerber von 2021 halten auch noch die Hand auf und die etwa 15.000 von 2020 und die knapp 13.000 von 2019 zum Großteil auch noch. Da ergeben sich unglaubliche Summen, für die der Steuerzahler aufzukommen hat. Wer da glaubt, die vom Innenministerium vor ein paar Wochen genannten 648 Millionen würden alles abdecken, der glaubt wohl auch an Weihnachtsmann und Osterhasen. Und das in Zeiten wie diesen, wo hinten und vorne das Geld nicht reicht; beim Staat nicht und auch nicht bei den Bürgern. Diese Ausgaben eine „Belastung“ zu nennen (wie die Generalsekretärin jetzt nachlegte), unter der Österreich „leidet“, muss wohl noch erlaubt sein – weil es ganz einfach stimmt. Das hat mit provozieren nichts zu tun. Die jährlichen Ausgaben für all diese Menschen – nur in Österreich – gehen in die Milliarden. Wer jetzt „empört“ ist oder „sprachlos“ oder sonst was wegen der Begriffe „leiden“ und „Belastung“ im Zusammenhang mit den Asylanträgen – den oder die hält niemand auf, mit großzügigen Spenden oder „Crowdfunding“ den Staat zu unterstützen.

  Eines muss aber auch klipp und klar an die Adresse der ÖVP – egal ob türkis oder schwarz – gerichtet werden: Seit mehreren Kanzlern und Innenministern wird weinerlich gejammert über die Massen an illegal nach Österreich kommenden Migranten. Es wird aber absolut nichts gemacht, um den Zuzug zu stoppen oder zumindest zu reduzieren oder in entsprechendem Umfang Rückführungen von Menschen ohne rechtmäßigen Aufenthaltstitel durchzuführen. Dazu ist die ÖVP nicht fähig bzw. sind die letzten Regierungen nicht fähig gewesen. Unsere Politiker können dieses Problem nur bejammern, aber wollen es nicht lösen.

  Andere Länder haben Grenzzäune aufgestellt, zum Teil sogar in einem Rekordtempo. Ungarn zum Beispiel oder Slowenien. Und als Migranten aus dem Mittleren Osten und aus Afrika  über Weißrussland die Grenzen nach Litauen und auch nach Polen überwinden wollten, um in die EU zu kommen, errichteten auch diese beiden Länder an der Grenze zu Weißrussland „mechanische Sperren“, also Zäune. Und an der griechisch- türkischen Grenze errichteten die Griechen einen funktionierenden Grenzzaun, um in die EU drängende Massen an Zuwanderern abzuhalten. Es geht also, wenn man will. Allerdings werden auf dem Seeweg tausende und abertausende von Migranten, also Asylwerbern, in die EU gebracht; die werden abgeholt. Das nennt sich Seenotrettung. So manche NGO´s haben es sich zur Lebensaufgabe gemacht, so viele Migranten wie irgendwie möglich beispielsweise vor der Küste Libyens auf ihr Schiff zu holen.Dann werden diese Menschen aber nicht in den nächstgelegenen Hafen, z. B. in Libyen, sondern in die EU gebracht. Und versucht ein Politiker diese Vorgangsweise zu stoppen, wie der Italiener Salvini, dann wird er vor Gericht gebracht.