Wie oft hat Dr. Wallentin in seinen „Offen gesagt“- Artikeln in der sonntäglichen „Krone Bunt“ schon gewarnt? Gewarnt davor, dass Österreich auf Dauer ruiniert wird. Finanziell, wirtschaftlich, gesellschaftlich. Dass Österreich überfordert wird oder schon ist. Genau in diese Richtung geht auch seine letzte Warnung, wie immer mit überprüfbaren Zahlen hinterlegt. Und mit zwei einprägsamen Sätzen. Der erste lautet: „Österreich hat bereits am 6. April 2022 den „Erschöpfungstag“ erreicht“. Das heißt in aller Dramatik, dass somit in nur drei Monaten alle natürlichen Ressourcen für das ganze Jahr 2022 verbraucht waren. In Österreich wurde heuer dieser Tag also schon am 6. April erreicht. Der weltweite Erschöpfungstag war heuer der 28. Juli. In den 1970er Jahren lag dieser Tag noch im Dezember. In den letzten etwa 50 Jahren hat sich also dieser Tag um etwa fünf Monate nach vorne verschoben, mit allen dramatischen Folgen.

  In Österreich läuft es nicht viel anders. Heuer war der österreichische Erschöpfungstag also schon am 6. April. Vor 10 Jahren, 2012 also, war er „erst“ am 3. Mai. In nur 10 Jahren hat sich dieser Tag um 1 Monat nach vorne verschoben. Da kommt noch was dazu: In Österreich leben aktuell knapp 9,1 Millionen Menschen. 2012 waren es erst 8,4 Millionen. In knapp 10 Jahren also um 700.000 Menschen mehr. Das sind in etwa die Einwohner von Graz, Linz, Salzburg und Dornbirn zusammen. Und damit kommen wir zum zweiten einprägsamen Satz. Als kürzlich der neueste Integrationsbericht präsentiert wurde, sagte diesen Satz der Geschäftsführer der Statistik Austria, nämlich: „Österreich wächst nur durch die Zuwanderung“. Der österreichische Erschöpfungstag (heuer am 6. April) verschiebt sich nicht nur, aber hauptsächlich durch die zunehmende Bevölkerung nach vorne. In 10 Jahren, seit 2012, um ein Monat. Und damit sind wir wieder beim Artikel von Dr. Wallentin, der „Die Grenzen des Wachstums“ heißt. Er stellt die Frage, was daran schlecht wäre, wenn die Bevölkerung in Österreich schrumpfen würde. Wenn es keine Zuwanderung mehr gäbe. Weil in den nächsten Jahren sowieso viele Arbeitsplätze verschwinden werden, also weniger Menschen für die Arbeit benötigt werden. Und weil auch mit der Zuwanderung das Problem der „importierten Armut“ immer größer wird. Weil z. B. in Wien schon mehr als die Hälfte der Wiener „keiner bezahlten Lohnarbeit“ mehr nachgehen, vom Staat ausgehalten werden. Weil das der Staat auf Dauer nicht verkraften kann.

  Das alles weiß auch die Regierung. Das weiß sie ganz genau. Und trotzdem unternimmt sie nichts dagegen. Hat diese Regierung denn wirklich Bretter vor dem Hirn, Bohnen in den Ohren und Kartoffeln auf den Augen? Weil sie nichts sehen und hören will und auch nicht nachdenken.

  Dr. Wallentin zitiert dann noch Ernst Ulrich von Weizsäcker, der Präsident des Club of Rome war: „Die erfolgreichen Länder sind diejenigen, deren Einwohnerzahl nicht mehr wächst. Es ist ein Denken der Vergangenheit, dass ein Land stärker wird, wenn es mehr Menschen hat“.