„Failed state“?

Wenn man die Medien auch nur am Rande verfolgt, kommt man nicht umhin zu sagen, dass in Deutschland wirklich was los ist. Nicht nur im Fasching, pardon, im Karneval, sondern das ganze Jahr. Und wenn man ein paar Jahre zurückgeht, dann erinnert man sich, dass 2015 die Regierung wegen möglicher unschöner Bilder zu feige war, die Grenze zu schließen und statt dessen den illegalen Einmarsch von mehr als einer Million „Flüchtlingen“ mit „humanitären Gründen“ rechtfertigte. Österreich spielte da übrigens auch eine Rolle, hat tatkräftig mitgespielt. Viel später stellte sich heraus, dass hunderttausende Asylanträge noch immer nicht bearbeitet waren. Dann wurde bekannt, dass es in ganz Deutschland hunderttausende rechtskräftig abgelehnteAsylwerber gibt, welche aber nicht ausreisen und auch nicht abgeschoben werden bzw. nicht abgeschoben werden können/dürfen. Auch das erinnert, abgesehen von der Größenordnung, stark an Österreich. Ende September letzten Jahres war zu lesen: “ … In Deutschland sind bereits 643.000 Menschen zur Fahndung ausgeschrieben, darunter rund 450.000 Ausländer. Auf eine Kleine Anfrage der AfD- Fraktion im Deutschen Bundestag hat die Bundesregierung diese Zahlen nun erstmals nicht mehr geleugnet“. In einigen Fällen mussten Abgeschobene wieder nach Deutschland zurückgeholt werden. Aus Simbabwe z. B. oder aus der Russischen Föderation, aus Afghanistan, aus Tunesien. Wie hieß es doch: „Über Afrika lacht die Sonne, über Deutschland die ganze Welt“. Mit dem Flugzeug wird aber nicht nur abgeschoben, viele Asylwerber kommen seit ein paar Jahren auch mit dem Flugzeug. Aus Italien, aus Griechenland, aus der Türkei. Es gibt in Deutschland unter Muslimen viele Zwangsverheiratungen und die Behörden schauen zu, tolerieren das. Auch Kinderehen werden toleriert.

Das sind aber noch die eher „harmlosen“ Sachen. Schlimmer ist, dass der Attentäter vom Berliner Weihnachtsmarkt angeblich von Behörden gedeckt wurde, dass Informationen unterdrückt wurden. Der Attentäter wurde ja letztendlich in Italien von der Polizei erschossen. Und auch beim Messermord an einem Deutsch- Kubaner in Chemnitz ist bis heute vieles unklar. Ein ursprünglich wegen Tatverdacht inhaftierter und dann freigelassener Iraker hat jetzt Staatsanwalt und Haftrichter geklagt. Ein Tatverdächtiger ist bis heute nicht gefasst, ebenfalls attackierte Begleiter des Ermordeten wurden angeblich bis heute nicht befragt. Bei all den Morden durch Asylwerber oder Flüchtlinge, und das waren nicht wenige, sprach man, falls man überhaupt davon sprach, von „Einzelfällen“. Im Bremer Flüchtlingsamt wurden hunderte Asylanträge zu Unrecht bewilligt. Die Amtsleiterin, so hieß es, betrüge „das System“, um Syrern den Aufenthalt in Deutschland zu sichern.

Das ist aber alles nichts gegen das, was jetzt publik wurde. „Die Welt“ schreibt dazu: „Behörden ignorierten tausende Hinweise auf Kriegsverbrecher“. Ab 2014 ist in Deutschland im Zuge des starken Flüchtlingszuzugs mehr als 5.000 Hinweisen auf mögliche Kriegsverbrecher unter den Asylwerbern nicht nachgegangen worden, nur in 129 Fällen wurden Ermittlungen aufgenommen. Das Innenministerium meint dazu nur, die große Zahl an Hinweisen habe es nicht zugelassen, allen durch polizeiliche Vernehmungen nachzugehen. Basta. Anscheinend stehen Kriegsverbrecher vom Syrien- oder Irakkrieg in Deutschland unter Schutz. Heimkehrwilligen IS- Kämpfern will man die deutsche Staatsbürgerschaft entziehen, tönt es laut. Aber nur, wenn sie eine zweite Staatsbürgerschaft besitzen, hört man hinterher ganz leise.

Jetzt aber weg vom Chaos rund um Asylwerber, hin zur Tagespolitik. In Venezuela gibt es ja Bestrebungen, den legitimen Präsidenten Maduro wegzuputschen. Ein selbst ernannter und von den USA unterstützter „Interimspräsident“ will die Macht an sich reißen und wird von den USA, der EU sowie mehreren südamerikanischen und anderen Staaten schon als Präsident anerkannt. Der deutsche Botschafter hat offensichtlich seine Begeisterung für den Putschisten übertrieben. Er wurde von der Maduro- Regierung wegen seiner Einmischung in die internen Angelegenheiten Venezuelas dafür ausgewiesen. Er bekam 48 Stunden Zeit, das Land zu verlassen.

Bei dieser Auflistung, die aber nur der Spitze eines Eisberges gleichkommt, , möchte man meinen, dass von einem gescheiterten Staat, einem „failed state“, die Rede ist. Dabei ist doch von Deutschland die Rede.

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Aus anderer Sicht

Internationaler Frauentag am 8. März, auch Weltfrauentag genannt. In Deutschland, aber nur in Berlin, ab heuer offizieller Feiertag. Aber ob Feiertag oder nicht; die Frauenbewegungen bejubeln diesen Tag. Sie verweisen zu Recht auf die in den letzten hundert Jahren erreichen Verbesserungen für Frauen und bekritteln, was noch nicht erreicht wurde und noch erreicht werden muss. Die geforderte Gleichberechtigung ist angeblich noch lückenhaft, da soll noch viel zu tun sein. Auch der Slogan „gleiches Geld für gleiche Arbeit“ ist noch immer nicht umgesetzt. Die ebenfalls geforderte gesetzlich verankerte Quotenregelung in den Chefetagen von Unternehmen oder von politischen Parteien ist noch Wunschdenken und die Unternehmen mit freiwilliger Quotenregelung sind noch in der Minderheit. An absoluter Gleichberechtigung im Privatleben basteln die Frauen intensiv und erfolgreich. Die Frauen sind auch bemüht, dass alles, was irgendwie mit dem Begriff „patriarchalisch“ in Verbindung gebracht werden kann, abgeschafft wird. Die Emanzipation der Frauen soll keine Grenzen kennen. Die übertriebenen Diskussionen über sexuelle Selbstbestimmung und das Gender(un)wesen gehen von Frauen aus.

Eine deutsche Lehrerin und aktive Feministin rief jetzt öffentlich dazu auf, auf Kinder zu verzichten; aus Gründen des Umweltschutzes. Das Schlimmste, was man der Umwelt antun könne, sei Kinder in die Welt zu setzen, meinte sie. Irgendwie gut, dass diese Frau ihre Meinung nicht an Nachkommen weitergeben will. Die geforderte Gleichberechtigung hat im Detail auch ihre Tücken. Schauen wir z. B. ins Baugewerbe, zu Hoch- und Tiefbau. Werden dort für die Baustellenarbeit (nicht für die Büroarbeit!) die Frauen diskriminiert, also bei Bewerbungen übergangen oder verzichten Frauen dankend auf diese körperlich anstrengenden Jobs? Auch bei „gleiches Geld für gleiche Arbeit“ läuft es nicht so optimal. Im Zuge einer Diskussion über enthemmte Schläger, die das Eingreifen der Polizei erforderlich machten, knurrte ein sichtlich verärgerter Polizist: „Wenn die Kolleginnen gleiches Gehalt bekommen, dann sollen sie auch zu Schlägereien ausrücken“. Das wäre ja auch im Sinne der Gleichberechtigung. Eine Quotenregelung ist leicht gefordert,aber ist so etwas das Nonplusultra? Wie ein Mantra wird von Politik und Wirtschaft gleichermaßen die Qualifikation gefordert und gepredigt und plötzlich soll es für den Aufstieg in die Chefetage reichen, eine Frau zu sein? Dass auch da Kritik nicht ausbleibt, verwundert nicht. Wesentlich besser läuft es, zumindest bei den Jungen, mit der Gleichberechtigung im Privatleben. Da leisten die Männer keinen Widerstand bei „Halbe- halbe“, da ist die Kinderbetreuung häufig schon fest in Männerhand, wie auch der Großteil der Hausarbeit. Und die Männer jammern nicht. Wäre es biologisch möglich, Kinder zu kriegen, sie würden auch das übernehmen. Die Politik versucht, Frauen verstärkt in die sogenannten MINT- Berufe hinein zu holen. Gibt es etwa einige der traditionellen Frauenberufe nicht mehr, würden die Frauen ohne MINT keinen Job mehr bekommen? Doch, diese Berufe gibt es schon noch. Ja, und wer soll die ausüben, wenn die Frauen was anderes machen sollen? Ach so; Männer. Und wäre dadurch was gewonnen? Dass gegen Gewalt gegen Frauen hart vorgegangen wird, ist richtig und notwendig. Unverständlicherweise aber wird sogenannte „importierte Gewalt“ gegen Frauen, begangen von Männern aus patriarchalisch geprägten fremden Kulturen, gerade von Frauen bestritten mit dem Argument, dass es „importierte Gewalt“ nicht gibt. Die Medienberichte sagen was anderes.

Dass die Rechte von Frauen notwendig und wichtig sind, ist klar und selbstverständlich. Es kann aber auch übers Ziel geschossen werden in die Richtung, dass der Mann eindeutig diskriminiert wird. Auch das sollte zum Frauentag vielleicht einmal angesprochen werden. Von einem Mann.

Den Falschen eingeladen

Für den politischen Aschermittwoch der ÖVP in Klagenfurt holte sich Kanzler Kurz einen „Stargast“, der für Kopfschütteln sorgte. Es war dies der Bürgermeister von Kiew, der Hauptstadt der Ukraine. Vitali Klitschko, so heißt er Bürgermeister, wurde bekannt als mehrfacher Box- Weltmeister, der im Vorfeld des von USA und EU inszenierten Maidan- Putsches in der Ukraine, von den Putsch- Initiatoren und westlichen Medien unterstützt, in die Politik einstieg. Im Zuge dieses Putsches wurden ja auch Faschisten wie die Führer der „Swoboda“- Bewegung oder der Ex- Regierungschef Jazenjuk oder die Führer des berüchtigten Asow- Bataillons in der Politik nach oben gespült und in dem korrupten Pleitestaat sind heute noch viele Faschisten in Führungspositionen und mit diesen Leuten war Klitschko immer wieder zu sehen und die die „Werte“ betonenden EU- Politiker fanden nichts daran auszusetzen.

Was hat also dieser „Stargast“ beim politischen Aschermittwoch, bei dem es sich um eine Selbstbeweihräucherungs- Veranstaltung handelt, zu suchen? Da hätte man sich doch eher einen EU- Führer erwartet, zumal die EU ja im Wahlkampf steht. Klitschkos Anwesenheit kann man nur so deuten, dass man der Ukraine signalisieren will, dass die Tür in die EU offensteht und Österreich der Türöffner ist. Auch wenn die Ukraine korrupt und pleite ist und Faschisten und Neonazis viel zu sagen haben. Vielleicht spielt aber auch der Besuch von Kanzler Kurz in der Ukraine vom vergangenen September eine Rolle, bei dem sich Kurz mit seinen Freunden Poroschenko und Klitschko traf.

Besonders stolz braucht man aber auf einen solchen „Stargast“ nicht zu sein, auch wenn er von den Medien hofiert wird.

Alte Klitschko- Mails:

Da der Link, zumindest bei mir, nicht mehr funktioniert, ein anderer Versuch:

 

Ukraine: Anonymous veröffentlicht Klitschko Email

Hello

We are Anonymous Ukraine

We promised to strike at the web resources of Western hirelings and fascists that are trying to hurl Ukraine into chaos.

For a start we’ve hacked e-mail account of one of the regional offices of the Vitali Klitschko’s UDAR party and downloaded all the stuff we found there.

We strongly recommend everyone to look through these documents. You will find out a lot of interesting details about how Klitschko and his party dirt not only on their opponents but on their allies too in their race for power and money.

https://www.cyberguerrilla.org/blog/?p=17397

Newsticker Ukraine

Letzte Videos aus Ukraine

Update:

Ukraine: Visual Summary Of Russian Forces And Movements

Anonymous Ukraine hat die E-Mails des litauischen Präsidenten-Beraters Laurynas Jonavicius gehackt. Und das kam zum Vorschein.

27. November 2013

Am Tag nach dem Auftritt Loreta Graužinienės schreibt Klitschko an den litauischen Präsidentenberater:

„Lieber Mr. Jonavicius, ich schreibe, um mich für Ihre Unterstützung zu bedanken. Das treffen mit Mrs. Graužinienė war sehr produktiv. Wir haben Ansichten über die aktuellen Geschehnisse ausgetauscht und diskutierten unsere Pläne für die Zukunft. Mrs. Graužinienė machte einige interessante Vorschläge bezüglich meiner Zukunft. Ich muss darüber noch nachdenken, aber grundsätzlich bin ich willens ihre Konditionen zu akzeptieren. Besonderen Dank an die litauischen Freunde für die finanzielle Unterstützung. Heute hat mein Assistent ihre Botschaft besucht und den Rechtsberater getroffen. Sie diskutierten Finanzfragen und Pläne für die zukünftige Kooperation. Mein Assistent besorgte Valentina auch meine Kontodaten in Deutschland. Ich freue mich auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit in der Zukunft.“

7. Dezember 2013

Ein Treppenwitz: Klitschko schlendert am 5. 12. mit Westerwelle über den Platz, was in den deutschen Medien als Unterstützung verkauft wurde. Westerwelle war aber gar nicht wegen Klitschko oder dem Maidan da, sondern wegen einer OSZE-Tagung. Auf der Bühne der lupenreinen Demokraten und Freiheitskämpfer spricht er nicht. Deshalb beschwert sich Klitschko am 7. 12. bei den Litauern.

„Nach unserem Telefongespräch bin ich der Meinung, es wäre nützlich den Besuch einiger hochrangiger Funktionäre der EU zu planen. Der Maidan braucht ständige moralische Unterstützung. Es wäre angemessen jemanden aus Berlin einzuladen. Ich habe einige hochrangige Freunde dort, doch aus irgendwelchen Gründen zögern die. Unsere amerikanischen Freunde haben versprochen, in den kommenden Tagen einen Besuch abzustatten, wir werden wohl auch Nuland und jemanden vom Kongress sehen. Ein anderes Problem das ich ansprechen möchte ist, dass Janukowitsch sich zurückhält. Das sieht verdächtig aus. Was hat er vor? Wir würden einige Informationen mehr in dieser Sache sehr schätzen“

Merke: Klitschko beklagt sich auch, dass Janukowitsch sich zurückhält.

14. Dezember 2014

„Ich bin dem Präsidenten und allen litauischen Freunden sehr dankbar für diese starke Unterstützung. Ich werde alles was ich kann dafür tun, den Erwartungen meiner europäischen Partner zu entsprechen. Ihr Kollege ist angekommen und hat mit meinem Team angefangen zu arbeiten. Er ist ein echter Profi und ich denke seine Dienste werden notwendig sein gerade wenn das Land destabilisiert ist. Ich habe auch Ihre Leute von der Botschaft getroffen. Die übergebenen Informationen über Janukowitschs Pläne sind sehr wichtig für unsere geneinsame Sache. Ich würde diese Art Informationen gerne permanent haben.“

9. Januar 2014

„Ich denke wir haben den Weg geebnet für eine radikalere Eskalation der Situation. Ist es nicht an der Zeit für entschiedenere Aktionen? Ich möchte auch bitten über die Möglichkeit einer stärkeren Finanzierung nachzudenken, um unsere Unterstützer für ihre Dienste zu bezahlen.“

Nicht nur die E-Mails von Klitschko haben es an die Öffentlichkeit geschafft. Es gibt unzählige Beweise für die Strippenzieherei und Bestechung durch die NATO (bei Jazenjuk wurden im Dez. 16,7 Mio. $ beschlagnahmt) oder auch z. B. für die Kooperation der Putschisten mit den Krimtataren. Wegen seiner engen Verbindungen nach Deutschland haben wir uns für die Veröffentlichung der Klitschko-Papiere entschieden.

Klitschko Unterstützer: Merkels, Albrights und McCains Organisationen (UDAR Webseite)

Wir empfehlen die Daten runter zu laden. Dienste und Medien versuchen gemeinsam den Skandal totzuschweigen und die Informationen im Netz zu unterdrücken. Es gibt noch nicht einmal die sonst üblichen Dementis, um keine weitere Aufmerksamkeit zu erwecken.

Zur Quelle „Wir sind Anonymous Ukraine

Wir haben das E-Mail-Account von Laurynas Jonavicius – dem Berater des Präsidenten von Litauen gehackt. Wir haben alle eingegangenen E-Mails und entdeckten Schreiben von Vitali Klitschko.

Der Inhalt dieser Briefe zeigt wie westliche Länder Klitschko durch Mittelsmänner wie die litauische Regierung finanzieren und kontrollieren.

Sie können diese Briefe runterladen. Sie sprechen für sich selbst.

http://www.mediafire.com/download/2jl25ef29c2laat…

http://www.filefactory.com/file/5znjeiuu980f/klit…

https://www.4shared.com/archive/86Iyyu0dce/klitsc…

http://www.sendspace.com/file/seivqh

Hier können sie auch die andere Korrespondenz des Beraters des litauischen Präsidenten downloaden.

http://www.mediafire.com/download/4p6kfcwfc9t3tq2…

http://www.filefactory.com/file/4qtgyx6zg2yv/laur…

https://www.4shared.com/archive/VYnGgpwVce/lauryn…

http://www.sendspace.com/file/if70gl

Ukraine muss vereint und unabhängig bleiben!!

#OpIndependence geht weiter… Rechnet mit uns.

https://www.cyberguerrilla.org/blog/?p=17397

https://www.cyberguerrilla.org/blog/?p=17402Wir sind Anonymous Ukraine.

Wir sind Patrioten unseres Landes.

Wir vergeben nicht.

Wir vergessen nicht.

Rechnet mit uns.“

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Nix zu Lachen

Das war´s mit dem Fasching; die närrische Zeit ist vorbei. Zumindest für ein knappes Jahr. Dabei war vieles, was jetzt so verbreitet wurde, ja wirklich nicht zum Lachen. Da war z. B. eine Nachricht aus Hamburg in den Medien, die es in sich hatte. Ein Kindergarten verschickte demnach ein Schreiben an alle Eltern mit dem Inhalt, dass bei der Kindergartenleitung Kostüme unerwünscht seien, welche für einen Teil der Gesellschaft verletzend sind. Nicht verletzend sein könnten; da wird gleich mit Behauptungen aufgewartet und als Beispiele werden Scheich und Indianer angeführt. Das waren einst auch wirklich gefragte Kostüme; der edle Rote namens Winnetou und auch seine anmutige Schwester und ein Scheich, womöglich mit ein paar reizenden Haremsdamen, war auf jedem Maskenball ein Hingucker. Diese Diskriminierung, diese Demütigung von Menschen anderer Rassen hat, der „political correctness“ sei es gedankt, endlich ein Ende. Nicht nur in Hamburg, nicht nur in Deutschland, sondern auch bei uns. Ja, auch bei uns sind die Moralwächter, die Korrektheitssoldaten, mit erhobenem Zeigefinger unterwegs um gnadenlos aufzuzeigen, was eine politisch korrekte Karnevals- oder Faschingsveranstaltung machen darf. Und wurden nicht schon sogar Umzüge abgesagt mit der Begründung, dass man die Gefühle von „Schutzsuchenden“ nicht verletzen wolle? War es nicht aber so, dass diese übertriebene Toleranz, diese Unterwürfigkeit gegenüber „Gästen“ so manches Mal sehr schlecht gedankt wurde?

Kinder und natürlich auch Erwachsene sollen (dürfen!) also nicht mehr als Indianer, als Scheich, als „Chineser“, als Afrikaner auftreten und wer weiß, was noch auf der Schwarzen Liste ist, ganz oben steht auf jeden Fall „blackfacing“. Wahrscheinlich alles, was nicht weiß ist bzw. alle, die keine Weißen sind. Ich habe zumindest noch nichts davon gehört, dass es politisch unkorrekt oder rassistisch wäre, sich bei einer Faschingsveranstaltung über ungeliebte Politiker mit entsprechender Maskierung zum Gaudium des Publikums lustig zu machen und diese Leute zu verunglimpfen. Als Beispiele fallen mir da ein paar Namen ein wie z. B. Trump, Orban, Salvini, Kurz, Putin etc. So wie diese Leute per Karikatur „hergerichtet“ werden (oder sollte man eher „hingerichtet“ sagen?), so lässt sich das auch per Maskierung im Fasching machen und die politisch Korrekten haben nichts dagegen einzuwenden. Es handelt sich ja zum einen um Weiße und zum anderen um keine Linken. Eigentlich ist das auch schon wieder diskriminierend. Mich wundert übrigens, dass ich aus derselben moralischen Ecke noch keine Vorwürfe wegen Sexismus oder Ähnlichem gehört habe gegen die Gardemädchen bei Faschingsveranstaltungen oder gar gegen den Karneval in Rio mit den berühmten Sambaschulen, bei denen die auftretenden Schönheiten ja gar nicht mit ihren Reizen geizen. Oder habe ich da was überhört?

Ja, Karnevalsgruppen, Büttenredner oder einfach Maskierte am Maskenball des örtlichen Sportvereins haben es heutzutage wirklich nicht mehr leicht. Als was darf man sich eigentlich noch verkleiden, was darf man noch sagen in Zeiten wie diesen? Sollen die Büttenredner den Wetterbericht zum Besten geben, sollen der Schlosser, der Bäcker, der Busfahrer, die Schneiderin aus der Nachbarschaft als Vorlage für die Verkleidung herhalten und das aber auch nur, wenn sie keinen Migrationshintergrund haben? Sich als „Moralapostel“ verkleiden funktioniert wohl auch nicht, weil man selten weiß, wer diese Leute sind.

Zum Lachen ist das wirklich nicht mehr.

P. S.: Was Toleranz bzw. Unterwürfigkeit betrifft: Ich war in Indien und in Pushkar z. B. war im Hotel, aber auch an öffentlichen Stellen, zu lesen, dass Indien ein konservatives Land ist und die Gäste sich an die Regeln und Traditionen dieses Landes zu halten haben. Es wird ersucht bzw. darauf hingewiesen, sich in der Öffentlichkeit nicht zu umarmen, sich an die Essensgewohnheiten zu halten etc. Da hat sich also der Gast an die lokalen Traditionen und Regeln anzupassen und nicht, so wie bei uns, der Einheimische an den Gast. Und es wird selbstverständlich akzeptiert.

Der Umwelt zuliebe

Eine deutsche Autorin und aktive Feministin hat sich, wie relativ viele andere Frauen auch, für ein „kinderfreies“ Leben entschieden. Sie verzichtet bewusst auf Nachwuchs und begründet das auch und einer ihrer Gründe dafür ist, man glaubt es kaum als normal denkender Mensch, der Umweltschutz. Die Verfechterin einer kinderfreien Zukunft sagt nämlich: „Ein Kind ist das Schlimmste, was man der Umwelt antun kann. Jedes nicht in die Welt gesetzte Kind bedeutet eine CO2- Einsparung von rund 50 Tonnen im Jahr“. Sagt die Frau, die ihr Buch „Kinderfrei statt kinderlos“ natürlich möglichst gut verkaufen will.

Wenn man die Einstellung dieser Frau auf irgend eine Art und Weise akzeptiert und zusätzlich davon ausgeht, dass diese Einstellung in gutem Glauben vertreten wird und auch ernst gemeint ist, tauchen aber viele offene Fragen auf. Warum, nur so zum Beispiel, die Menschheit nach Adam und Eva nicht gleich wieder ausgestorben ist. Warum die Menschheit seit ihrem Bestehen bewusst oder auch unbewusst immer bestrebt war, nicht auszusterben und deswegen für Nachwuchs gesorgt hat. Warum wohl Regierungen wie auch Religionen von Alters her daran interessiert waren/sind, dass die Bevölkerung, dass die Anhänger eher mehr und nicht weniger werden. Man müsste die werte Dame aber auch fragen, warum sie mit ihrer „umweltfreundlichen“ Idee nicht an die Öffentlichkeit geht und die Regierungen unter Druck setzt, per Gesetz eine Null- Kind- Politik einzuführen. Es ist aber in gewisser Weise verständlich, dass „Frau Kinderfrei“ das nicht macht. Ab einem gewissen Öffentlichkeitsinteresse würde sie von der Regierung womöglich als Gefahr gesehen, psychiatriert und weggesperrt werden. Jedes Staatsgefüge ist ja, was allerdings ebenfalls Schwachsinn ist, auf immerwährendes Wachstum aufgebaut. Eine schrumpfende Bevölkerung ist da nicht akzeptabel; außer in Japan. Man hört aber auch nichts davon, dass sich die aktive Feministin in jenen Ländern oder Regionen der Welt für eine kinderfreie Zukunft stark machen würde, die mit den Problemen und den Folgen der Bevölkerungsexplosion zu kämpfen haben. Wo dann, als positive Begleiterscheinung sozusagen, ihrer Meinung nach auch der Umweltschutz profitieren würde. Dass sie jene Länder und Regionen der Welt mit ihrer Idee verschont, ist aber auch verständlich. Dort würde sie sich dem Risiko aussetzen, öffentlich gesteinigt oder einer ähnlichen Behandlung unterzogen zu werden.

Gänzlich unbekannt ist die „Kinderfrei- Theorie“ in westlichen Ländern aber gar nicht, sie wird nur nicht so direkt kommuniziert. Wer Medienberichte verfolgt, wer sich Statistiken anschaut, der stellt fest, dass seit Jahren in vielen Ländern die Bevölkerung schrumpft. Weil viele Frauen, auch gewollt, keine Kinder bekommen. Die Gründe dafür sind mannigfaltig. Einer davon ist, dass bei Frauen ganz gezielt das Interesse an der Karriere geweckt wird und „auf dem Weg nach oben“ ist für Kinder oft kein Platz. Allerdings, und da unterscheiden sich die Vorstellungen der Regierungen von jenen der „Frau Kinderfrei“: Dei Regierungen bestehen, wie vorher schon angemerkt, auf Bevölkerungswachstum und versuchen uns deswegen davon zu überzeugen, dass wir unbedingt massenhaft Zuwanderung brauchen, egal aus welcher Ecke und welchem Winkel der Welt. Zuwanderer, die wiederum sehr viele Kinder in die Welt setzen. Und jetzt eine Frage direkt an „Frau Kinderfrei“:Glauben Sie, dass nur Babys von Einheimischen eine zusätzliche CO2- Belastung von 50 Tonnen pro Jahr verursachen oder gilt das auch für Zuwanderer- Babys?

Vor knapp zwei Jahren schrieb übrigens ein deutsches Magazin über eine schwedische Studie. Der Titel des Artikels über die Studie lautete: „20 BMW schädigen das Klima weniger als ein Baby“. Da war die Rede von zirka 58 Tonnen CO2 pro Jahr pro Baby. Der Verzicht auf ein Auto soll gerade einmal etwa 2,4 Tonnen pro Jahr betragen.

Offene Worte

Die „Kronen Zeitung“ hat sich den Ausnahme- Musiker, den weltbesten Percussionisten, nämlich Martin Grubinger, als Kolumnisten geholt und er schreibt jetzt Sonntag für Sonntag für die „Krone“. Als überzeugter und bekennender Linker trägt er auch dazu bei, das politische Spektrum der „Krone“ zu erweitern. Er ist nicht nur ein überzeugter und bekennender Linker, der sich auch für „Multi- Kulti“ einsetzt und Multikulturalismus als etwas ganz Natürliches empfindet. Er ist auch ein direkter, ein offener Linker. Er sagte z. B. irgendwann im vergangenen Jahr, dass Kanzler Kurz den für Österreich und Europa falschen Weg wählt. Er postete auch: „Unser Bundeskanzler versucht permanent, sich auf Kosten anderer Staaten und deren Führer zu profilieren“. Das ist seine Meinung, die er direkt und offen ausspricht und er lässt keinen Zweifel daran, dass die schwarz- blaue Regierung nicht nach seinem Geschmack ist. Nicht nach seinem Geschmack sind aber auch so manche Künstlerkollegen aus der Unterhaltungsbranche, die sich nicht ausdrücklich als Linke deklarieren.

Aber besteht nicht die Gefahr, dass Herr Grubinger auf Grund seiner Gesinnung, seines Bekanntheitsgrades und der großen Reichweite der „Kronen Zeitung“ der Verlockung erliegt, den nicht- linken Teil der Öffentlichkeit zu „missionieren“? Dass er den Leuten den Multikulturalismus näher bringen und schmackhaft machen will und sie zu überzeugen versucht, „nach Links abzubiegen“. Überzeugungsarbeit leisten. Herr Grubinger schreibt: „Derzeit führen wir in Österreich fast nur noch unversöhnliche Diskussionen, die sich immer wieder auch auf dem Feld der Musik abspielen … Statt uns aber abzuwenden, wie ich es damals in Kärnten von Jörg Haider tat, könnten wir respektvoll miteinander reden. Andere Meinungen gelten zu lassen …“ Andere Meinungen gelten zu lassen, sollte eigentlich selbstverständlich sein, ist es aber leider nicht. Genau da beginnt das Dilemma, welches meiner Meinung nach nicht nur, aber auch in der Welt der Linken allgegenwärtig ist: Es wird Toleranz gefordert, laut und deutlich. Toleranz auch bezüglich der Ideologie. Viele schaffen es aber nicht, tolerant zu sein. Schaffen es nicht, eine andere Ideologie außer der linken zu akzeptieren, zu tolerieren. Es bleibt beim Toleranz- Fordern. Pflegen einen spür- und fast greifbaren Hass auf die politisch Andersgläubigen. Und dann wundern sich viele, dass es nur noch „unversöhnliche Diskussionen“ gibt.

Ich hoffe, dass Herr Grubinger dazu beitragen kann, ein besseres Klima im Umgang miteinander zu schaffen und wünsche ihm weiterhin viel Erfolg!

Kein Platz

Warum tauchen eigentlich die von syrischen Kurden oder sonst wem festgenommenen IS- Kämpfer samt deren Frauen und Kindern im Allgemeinen und jene, die vorgeben, Österreicher zu sein oder ein Aufenthaltsrecht in Österreich zu haben, im Besonderen plötzlich wieder verstärkt in den Medien auf? Warum meldet sich auch die Politik zu diesen Leuten wieder zu Wort und zwar, was etwas befremdlich anmutet, nicht nur ablehnend? Diese Leute, die sich freiwillig dem IS anschlossen, einer Terrororganisation, haben jedes Recht auf einen Aufenthalt in Österreich verwirkt (sofern sie jemals eines hatten!) und da darf es keine Rolle spielen, ob es sich da um anerkannte Flüchtlinge oder gar Asylwerber, also sogenannte Schutzsuchende, handelt, die den IS unterstützten oder um Österreicher per Staatsbürgerschaft.

Über einen solchen Fall wird jetzt unter anderem in der „Kronen Zeitung“ berichtet. Dieser „mutmaßliche Terrorist“ wurde jetzt in Syrien von Kurden festgenommen. Der „bedauernswerte“ Kerl behauptet in einem Facebook- Video, in Wien geboren zu sein. Außerdem klagt er in dem Video sein Leid, jammert von „unmenschlicher Behandlung“, die ihm beim IS widerfuhr und dass er vom IS „reingelegt“ wurde. Wie er es als gefangen genommener IS- Kämpfer schaffte, ein Video mit seiner Geschichte auf Facebook hochzuladen, erklärte er anscheinend nicht. Der Wiener Islamismus- Experte Albayati übersetzte das Video und stieß gleich zu Beginn auf Unstimmigkeiten bezüglich des Namens. Der Mann, der sich Arad G. nennt, war zumindest seit 2015 Mitglied des IS und jetzt, da er gefangen genommen wurde, gibt er sich plötzlich reumütig und „hofft auf eine menschliche Behandlung von der YPG, die er beim IS nicht vorfinden konnte“. Der gefangene IS- Kämpfer behauptet auch, Alevit zu sein. Aleviten sind, je nach Anschauung, eine Glaubensrichtung des Islam oder aber auch eine Glaubensgemeinschaft, die sich vom Islam getrennt hat. Und Aleviten wurden immer wieder vom IS bekämpft; der IS- Ideologe Abu Ubayd erklärte in einer Fatwa, die Aleviten betreffend: „Sie haben nichts anderes verdient als das Schwert. Daher sollten die Brüder im Islam sich verabreden, um die Aleviten zu töten und ihre Besitztümer zu plündern“. Nicht recht glaubwürdig, dass er als IS- Kämpfer ein friedliebender , vom IS verfolgter Alevit war. Und dass er ein IS- Kämpfer war, hat er ja zugegeben. Bei diesem „reumütigen“ IS- Kämpfer dürfte vieles nicht zusammen passen. Es darf auf jeden Fall auch nicht eine einzige Sekunde darüber nachgedacht werden, ob man ihn nach Österreich holen soll oder nicht. Das hat aber auch für alle anderen festgenommenen IS- Kämpfer und Gefolgsleute (auch Frauen!) zu gelten. Sollen ihnen doch die syrischen oder irakischen Gerichte das Tor zum Paradies öffnen oder sie weiterhin einsperren, in Österreich ist für solche Leute jedenfalls kein Platz. Und an alle, die mit christlichen Tugenden für eine „Heimholung“ der IS- Verbrecher plädieren: Schon im Matthäus- Evangelium heißt es: “ … denn wer zum Schwert greift, soll durch das Schwert umkommen“. Und die haben viel zu oft nach dem Schwert gegriffen.

Einigung bis zur Wahl?

Seit ein paar Wochen war der ungarische Ministerpräsident Orban fast täglich in den Medien; er hatte mit der ungarischen Anti- Juncker- Kampagne nicht nur Brüssel, sondern auch einen Teil der EU aufgescheucht und das Gezeter war groß. Orban attackierte aber nicht nur den Noch- EU- Kommissionspräsidenten Juncker, sondern gemeinsam mit dem auch seinen „Lieblingsfeind“ George Soros und auf den Plakaten sahen die Beiden auch wirklich nicht gut aus; die Bilder gingen in Richtung „Meuchelfotos“. Aber solche Fotos der beiden Herren zu erstellen, dürfte kein Problem sein. Von der EU- Führung und auch von nationalen Politikern, darunter unserem Kanzler Kurz, wurde die Plakataktion als Provokation gesehen und die Einstellung gefordert. Kanzler Kurz sagte z. B.: Ich halte die Formulierungen der Plakatkampagne in Ungarn gegen Jean- Claude Juncker, die in weiten Teilen der EVP auf Unverständnis stößt, für inakzeptabel“. Im angehenden EU- Wahlkampf kam diese Attacke aus den Tiefen der ungarischen Pußzta gegen Juncker bzw. die EU- Führung halt doch etwas ungelegen. Dabei, so sagte Orban, wollte er doch nur die ungarische Bevölkerung auf ein paar Fakten hinweisen. Durch die Kampagne, so sagte Orban, würden „die Migrationspläne der Brüsseler Bürokraten entlarvt“ und deswegen seien „die Entlarvten unzufrieden mit der ungarischen Regierung“. Die „Entlarvten“ waren aber nicht nur unzufrieden, sie waren sogar stinksauer auf Orban und seine Regierung. Der persönlich attackierte Juncker meinte gar in Richtung Orban: „Sein Platz ist nicht in der Volkspartei“. Binnen einiger Tage artete die ungarische „Informationskampagne“ zu einer Schlammschlacht aus, bei der es fast ausnahmslos um illegale Zuwanderung ging und bei der sich beide Seiten mit Vorwürfen bewarfen. Ungarn warf Juncker und Soros vor, illegale Zuwanderung zu fördern. Darüber zeigte sich die EU- Kommission empört und Juncker nannte Orban einen „Lügner“. Eine schmierige und letztklassige Politposse. Dass die EU- Kommission nicht ernsthaft gegen illegale Migration vorgehen will, darf als bekannt angenommen werden. Bekannt ist aber auch, dass Juncker einst sagte: „Wenn es ernst wird, muss man lügen“. Ein bekennender Lügner schimpft also einen anderen Politiker einen Lügner und er forderte auch, wie vorher schon andere EU- Politiker, den Ausschluss der ungarischen Fidesz- Partei aus der Europäischen Volkspartei. Weil die ungarische Regierung ja „die Werte“ der EU mit Füßen tritt und vom rechten Weg abzukommen droht, indem sie immer mehr nach rechts driftet. Und das geht ja gar nicht, dass sie sich der vorgegebenen Einheitsmeinung entziehen will. Aber ein Ausschluss der Fidesz- Partei aus der EVP ist zumindest jetzt, vor der EU- Wahl, ein großes Problem. „Die Werte“ der EU sind wichtig, betonen die EU- Leute immer wieder. Noch wichtiger ist aber, nicht durch den Ausschluss der Fidesz- Partei die Mehrheit der EVP bei der kommenden EU- Wahl zu riskieren. Also lässt man „die Werte“ jetzt einmal die Werte sein und konzentriert sich darauf, die Stimmenmehrheit der EVP abzusichern und die EU- kritischen Parteien auf Abstand zu halten. Die sitzen nämlich laut Umfragen der EVP schon fast im Nacken.

Jetzt scheinen sich die Orban- Regierung und die EU- Kommission unter Juncker aber geeinigt zu haben. Die von Brüssel gar nicht gern gesehenen Plakate sollen ab 15. März beseitigt werden und es soll im EU- Wahlkampf auch keine ähnlichen „Provokationen“ mehr geben. Ob dies Einigung mit Zuckerbrot, also Versprechungen von Brüssel, oder mit der Peitsche in Form von Drohungen erreicht wurde, ist nicht bekannt. Der EVP- Spitzenkandidat Weber will aber einen Ausschluss von Fidesz nicht ausschließen. Vielleicht nach der EU- Wahl.

Migration – Integration – Sicherheit

  Vor langer Zeit trat in Wien die FPÖ mit dem Slogan “Wien darf nicht Chikago werden” beim Wahlkampf zur Gemeinderatswahl an. Anscheinend zeichnete sich schon damals eine bedenkliche Entwicklung ab, was die Sicherheitslage der Stadt betraf und Chikago war damals eben der Inbegriff einer Großstadt mit ausgeprägter Kriminalität. Seither ist viel Zeit vergangen und in Chikago im fernen Amerika verschlimmerte sich die Situation ständig, die Stadt schaffte 2016 einen traurigen Rekord; 762 Tote bei Schießereien. Wien war im Vergleich dazu wirklich eine “Insel der Seligen”.Besser wurde es in Wien allerdings nicht, nur nicht so schlecht wie anderswo. Die gefühlte Sicherheit ging allerdings erst in den letzten Jahren “den Bach hinunter”. Massenschlägereien, Messerstechereien, Suchtgifthandel auf offener Straße, Verbrechen wegen der “Ehre”, Morde haben stark zugenommen. Gewalttäter werden immer jünger, haben häufig Migrations- und religiösen Hintergrund. Öffentliche Verkehrsmittel werden zu Risikozonen, sogenannte “No- go- Areas” werden mehr. Diese traurige und bedenkliche Entwicklung beschränkt sich aber nicht nur auf Wien. Bahnhöfe z. B. haben sich schon lange österreichweit zu Konfliktzonen entwickelt und die Städte, in denen schon örtlich beschränkte Waffenverbotszonen eingeführt wurden, werden mehr. Alles Zeichen, dass die Situation nicht besser wird. Das verwundert auch nicht besonders, die Täter und speziell die jungen Täter haben relativ wenig zu befürchten. Diese Feststellung wird permanent durch Gerichtsurteile bestätigt und mit “Sicherheitsgipfeln” und Streicheleinheiten wird mit Sicherheit nichts verbessert, es werden dadurch nur die Opfer verhöhnt.
  Der kürzlich in Berlin abgehaltene Europäische Polizeikongress stand unter dem Thema “Migration- Integration- Sicherheit”. Bei diesem Kongress war auch der österreichische Ex- Polizeigeneral und ÖVP- Sicherheitssprecher Mahrer dabei und er warnte davor, dass Wien – nein, nicht Chikago – sondern nicht Berlin werden darf. Berlin ist mittlerweile, was Sicherheit bzw. Kriminalität betrifft, so etwas wie ein abschreckendes Beispiel geworden. Mahrer wies darauf hin, dass sich in Deutschland “No- go- Areas”, also rechtsfreie Räume, Bereiche, in denen die Polizei auf verlorenem Posten steht, immer mehr ausweiten und dass auch in Wien kriminelle Banden No- go- Areas entstehen lassen. ((Die gibt es aber z. B: in Schweden auch schon zuhauf). Wenn ein Ex- Polizeigeneral und Sicherheitssprecher das sagt, dann kann man ihm das auch glauben. Wenn ein Politiker hingegen das bestreitet, dann versucht er das Problem schönzureden bzw. zu bestreiten bzw. lügt er. Der Ex- General sagte auch: “ … Es geht nicht nur um die Auswirkungen der Migrationswelle von 2015 … Die Verpflichtung zur Bereitschaft zum Anerkennen unserer Werte, zum Erlernen der deutschen Sprache, zur Ausübung einer Beschäftigung – also die Bereitschaft zur Integration – ist unumgänglich. Ohne Bekenntnis dazu kann es keinen Aufenthalt in Österreich geben”.
  Warum will niemand auf solche Fachleute, die die Lage realistisch einschätzen,  hören? Warum vermeint ein Teil der Politik und ein Teil der Justiz, genau mit gegenteiligen Maßnahmen Erfolg zu haben?

Nicht vorgesehen

  Je näher der Termin des offiziellen Brexits, also des Austritts der Briten aus der EU kommt, desto deutlicher wird der angestrebte Plan erkennbar, den die EU verfolgt. Beim Gipfel der EU mit der Arabischen Liga, der eigentlich für andere Themen geplant war, dominierte der Brexit. Die EU bot “großzügig” einen Aufschub des Brexit an. Wenn es sein sollte, gleich um ein paar Jahre. Oder bis es eine zweite (vielleicht auch eine dritte, vierte …) Volksabstimmung über einen EU- Austritt gibt. Die EU- Häuptlinge in Brüssel wollen ja einen Austritt der Briten nach wie vor um jeden Preis verhindern und auch auf der Insel wird massiv Stimmung gemacht für einen Verbleib im Schoß der “Wertegemeinschaft”. Der Austritt eines Mitgliedes, eines Gründungsmitgliedes sogar und eines Nettozahlers obendrauf wäre ja nicht nur ein wirtschaftlicher Verlust, sondern auch ein Gesichtsverlust für die eher gesichtslosen Typen in der EU- Führungsetage. Und außerdem soll allen anderen Mitgliedern, die ebenfalls mit einem Austritt liebäugeln, ein- für allemal die Lust dazu ausgetrieben werden. Und als Draufgabe wird Gegnern wie Befürwortern des Brexit das Schreckgespenst des wirtschaftlichen Untergangs der Briten bei einem Austritt vorgegaukelt. Mit Gewissheit kann gar nichts gesagt werden. Es gibt Studien “renommierter” Institute, die ein Aufblühen der britischen Wirtschaft ohne EU genau so sicher vorhersagen wie deren Untergang; je nach politischer Einstellung der jeweiligen Institute.
  Die EU- Führung setzt auf einen Verbleib der Briten in der EU und betrachtet das Ergebnis des damaligen Referendums als “Panne”. Also setzt Brüssel auf den Faktor Zeit. Austritt verschieben, vielleicht bis zum Sankt Nimmerleinstag, als naheliegendsten Schritt. Oder solange verschieben, bis sich die Medien dazu nicht mehr äußern. Bis britisches Gras über die Sache gewachsen ist.  Vielleiht ein weiteres Referendum, nachdem die Briten entsprechend “bearbeitet” wurden. Nötigenfalls mit Hilfe von Soros- Millionen. Soros will ja mit 6 Millionen Pfund den Brexit rückgängig machen bzw. verhindern, wird behauptet. Ein Austritt aus der “Wertegemeinschaft” ist jedenfalls nicht vorgesehen, war nie vorgesehen.
  Jaques Attali, ein Berater des ehemaligen französischen Präsidenten Mitterand, sagte einmal: “Zur 1. Version des Maastricht- Vertrages: … Wir haben einen Artikel, der (einem Mitgliedsstaat) den Austritt erlaubt, absichtlich “vergessen”. Das war nicht sehr demokratisch. Doch es war eine große Garantie dafür, die Dinge schwieriger zu machen, …”