Der in seiner Heimat schwer angeschlagene französische Präsident Macron fordert ja mit allem Nachdruck eine eigene EU- Armee; nach Möglichkeit unter französischer Führung. Er wird bei dieser Forderung von seiner Busenfreundin, der deutschen Kanzlerin Merkel und einigen anderen „glühenden Europäern“ unterstützt und die sind auch gewillt, im Sinne der „Vereinigten Staaten von Europa“ noch mehr Souveränität aufzugeben. Und so nebenbei erwähnt; fast alle EU- Staaten sind NATO- Mitglieder. Wenn jetzt eine EU- Armee entstehen sollte: Würden die beteiligten EU- Staaten dann aus der NATO austreten? Äußerst unwahrscheinlich. Sie wären dann Mitglieder in zwei Militärbündnissen, die weltweite Gefahr von kriegerischen Auseinandersetzungen würde sich schlagartig erhöhen. Einen Vorgeschmack auf ein solches Szenario gibt es jetzt in der ukrainisch- russischen Krise im Asowschen Meer. Der ukrainische Zündler Poroschenko weiß ja die USA hinter sich, er will aber auch die EU, im Besonderen Deutschland, in die Auseinandersetzung mit Russland hineinziehen.

Der österreichische Verteidigungsminister handelt da vernünftig, er lehnt die Idee einer EU- Armee ab. Er sagt dazu klipp und klar: „Für Österreich als neutrales Land ist eine gemeinsame Armee kein Thema … Österreich wäre sicher nicht bereit, an Souveränität aufzugeben“. Der Verteidigungsminister ist aber stolz darauf, dass der österreichische Vorschlag einer zivil- militärischen Zusammenarbeit für den EU- Außengrenzschutz in der EU zumindest interessiert aufgenommen wurde.

Man kann also hoffen, dass eine EU- Armee mit österreichischer Beteiligung endgültig vom Tisch ist. Die Zustimmung dafür wurde ja auch mit dem Hinweis auf die Neutralität verweigert. Was aber haben dann Scharfschützen aus mehreren NATO- Staaten, u. a. aus den USA, bei einem zweiwöchigen Schießtraining auf einem Truppenübungsplatz des österreichischen Bundesheeres zu suchen? Ist unsere Neutralität davon etwa nicht betroffen?

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