Internationaler Frauentag am 8. März, auch Weltfrauentag genannt. In Deutschland, aber nur in Berlin, ab heuer offizieller Feiertag. Aber ob Feiertag oder nicht; die Frauenbewegungen bejubeln diesen Tag. Sie verweisen zu Recht auf die in den letzten hundert Jahren erreichen Verbesserungen für Frauen und bekritteln, was noch nicht erreicht wurde und noch erreicht werden muss. Die geforderte Gleichberechtigung ist angeblich noch lückenhaft, da soll noch viel zu tun sein. Auch der Slogan „gleiches Geld für gleiche Arbeit“ ist noch immer nicht umgesetzt. Die ebenfalls geforderte gesetzlich verankerte Quotenregelung in den Chefetagen von Unternehmen oder von politischen Parteien ist noch Wunschdenken und die Unternehmen mit freiwilliger Quotenregelung sind noch in der Minderheit. An absoluter Gleichberechtigung im Privatleben basteln die Frauen intensiv und erfolgreich. Die Frauen sind auch bemüht, dass alles, was irgendwie mit dem Begriff „patriarchalisch“ in Verbindung gebracht werden kann, abgeschafft wird. Die Emanzipation der Frauen soll keine Grenzen kennen. Die übertriebenen Diskussionen über sexuelle Selbstbestimmung und das Gender(un)wesen gehen von Frauen aus.

Eine deutsche Lehrerin und aktive Feministin rief jetzt öffentlich dazu auf, auf Kinder zu verzichten; aus Gründen des Umweltschutzes. Das Schlimmste, was man der Umwelt antun könne, sei Kinder in die Welt zu setzen, meinte sie. Irgendwie gut, dass diese Frau ihre Meinung nicht an Nachkommen weitergeben will. Die geforderte Gleichberechtigung hat im Detail auch ihre Tücken. Schauen wir z. B. ins Baugewerbe, zu Hoch- und Tiefbau. Werden dort für die Baustellenarbeit (nicht für die Büroarbeit!) die Frauen diskriminiert, also bei Bewerbungen übergangen oder verzichten Frauen dankend auf diese körperlich anstrengenden Jobs? Auch bei „gleiches Geld für gleiche Arbeit“ läuft es nicht so optimal. Im Zuge einer Diskussion über enthemmte Schläger, die das Eingreifen der Polizei erforderlich machten, knurrte ein sichtlich verärgerter Polizist: „Wenn die Kolleginnen gleiches Gehalt bekommen, dann sollen sie auch zu Schlägereien ausrücken“. Das wäre ja auch im Sinne der Gleichberechtigung. Eine Quotenregelung ist leicht gefordert,aber ist so etwas das Nonplusultra? Wie ein Mantra wird von Politik und Wirtschaft gleichermaßen die Qualifikation gefordert und gepredigt und plötzlich soll es für den Aufstieg in die Chefetage reichen, eine Frau zu sein? Dass auch da Kritik nicht ausbleibt, verwundert nicht. Wesentlich besser läuft es, zumindest bei den Jungen, mit der Gleichberechtigung im Privatleben. Da leisten die Männer keinen Widerstand bei „Halbe- halbe“, da ist die Kinderbetreuung häufig schon fest in Männerhand, wie auch der Großteil der Hausarbeit. Und die Männer jammern nicht. Wäre es biologisch möglich, Kinder zu kriegen, sie würden auch das übernehmen. Die Politik versucht, Frauen verstärkt in die sogenannten MINT- Berufe hinein zu holen. Gibt es etwa einige der traditionellen Frauenberufe nicht mehr, würden die Frauen ohne MINT keinen Job mehr bekommen? Doch, diese Berufe gibt es schon noch. Ja, und wer soll die ausüben, wenn die Frauen was anderes machen sollen? Ach so; Männer. Und wäre dadurch was gewonnen? Dass gegen Gewalt gegen Frauen hart vorgegangen wird, ist richtig und notwendig. Unverständlicherweise aber wird sogenannte „importierte Gewalt“ gegen Frauen, begangen von Männern aus patriarchalisch geprägten fremden Kulturen, gerade von Frauen bestritten mit dem Argument, dass es „importierte Gewalt“ nicht gibt. Die Medienberichte sagen was anderes.

Dass die Rechte von Frauen notwendig und wichtig sind, ist klar und selbstverständlich. Es kann aber auch übers Ziel geschossen werden in die Richtung, dass der Mann eindeutig diskriminiert wird. Auch das sollte zum Frauentag vielleicht einmal angesprochen werden. Von einem Mann.

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