Dr. Woltron hatte in seinem „Krone“- Beitrag mit dem Titel: „Kahlschlag um Steuergeld“ wieder einmal recht; so wie immer in seinen Beiträgen. Da wird immer und überall von Klima- und Umweltschutz gepredigt. Da wird immer wieder darauf hingewiesen, wie wichtig doch die Artenvielfalt im Tier- und Pflanzenreich ist und wie bedroht viele Arten sind und was der Mensch zur Rettung der Ökosysteme tun kann und tun soll. Wir werden darüber informiert, wie wichtig natürliche Hecken, Gebüsche, Feldraine, verwachsene Bachufer oder auch mit Stauden und Bäumen bewachsene Straßenböschungen sind; als Lebensgrundlage für viele Vogelarten, Kleintiere, Schmetterlinge, Insekten etc. Über diese Sachen schreibt Dr. Woltron in seinem Beitrag. Er geht aber weiter und erklärt, wozu ein einzelner großer Baum fähig ist: Er ist Luftreiniger, Kühlanlage, Lärmschutz, CO2- Verarbeiter, Sauerstoff- Produzent und vieles mehr. Und er öffnet den Menschen mit seinem Artikel die Augen und weckt ihre Erinnerung. Wir fahren gedankenlos an kahl geschlagenen Straßenböschungen vorbei und fragen uns höchstens, wofür das wieder gut sein soll. Wir sehen bei Spaziergängen, dass da und dort wieder Gebüsch verschwunden ist. Dass kleine Bäche plötzlich nicht mehr verwachsen sind. Und dann kommt uns vielleicht in den Sinn, dass das für die Tier- und Pflanzenwelt gar nicht förderlich sein kann. Und dass dadurch die Angriffsflächen für den Wind beim nächsten Sturm vergrößert wurden. Dr. Woltron klärt aber auch darüber auf, wer zum Teil – nicht zur Gänze – für diese Radikal- Abholzung verantwortlich ist; Es sind Straßenverwaltungen, ASFINAG, Gemeinden. Und natürlich auch private Grundbesitzer wie Bauern.

Auf der einen Seite wird Umwelt- und Klimaschutz gepredigt; bei passenden Anlässen in Festtagsreden auch von Vertretern von Gemeinden und Straßenerhaltern. Und auf der anderen Seite wird genau das Gegenteil gemacht. Ist das nur Gedankenlosigkeit oder wird da die Heuchelei zur Tugend gemacht und zur Kunst erhoben? Und wo bleibt da die Stimme der Grünen, die sich ja gerne als Bewahrer der Natur sehen? Und wo gehört das kurzfristige wirtschaftliche Denken mit dem finanziellen Erlös für das Holz hin? Für das Holz, welches nur als „Futter“ für Heizungen und Heizkraftwerke dient. Die uns als CO2- neutral verkauft werden.

Herr Woltron schafft es mit seinen Beiträgen immer wieder, wunde Punkte zu berühren.

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