In seltener Einigkeit präsentiert sich die oberösterreichische Politik, wenn es um die Identitären geht, sind diese doch der gemeinsame Feind. Es sind sich quer durch den politischen Gemüsegarten alle einig: Für die Identitären ist in Oberösterreich kein Platz. Im Moment geht es ja in erster Linie darum zu verhindern, dass die Identitären eine Immobilie für die Errichtung eines Zentrums erwerben können. Der Landeshäuptling der Grünen appelliert sogar an die Gesellschaft, auch im privaten Bereich den Identitären keine Räumlichkeiten zu vermieten; er würde eine Vermietung am liebsten per Gesetz verbieten lassen. Es ist in Linz zur Zeit sogar der Streit um tausende nicht bearbeitete und verjährte Akten mit einer Schadenssumme von mehreren hunderttausend Euro unterbrochen, weil der Kampf gegen die Identitären eine Bündelung der Kräfte erfordert.

Aus Sicht der Bürger wäre so viel Entschlossenheit und Geschlossenheit in einem anderen Bereich aber zumindest genau so notwendig. Dazu gibt es aber von der Politik nicht viel mehr als leeres Geschwätz bis zur Peinlichkeit. Es geht da um die Kriminalität im Zentralraum Oberösterreichs, wobei es sich da großteils um Ausländerkriminalität handelt. Es vergeht ja kaum mehr ein Tag, an dem man nicht in irgend einem Medium von Schlägerei, Raub, Messerstecherei, Drogenhandel bis hin zu Angriffen gegen Polizeibeamte samt unvermeidbarer Schussabgabe liest oder hört; unhaltbare Zustände also. Und der Einheimische ist dem kriminellen Geschehen hilflos ausgeliefert, von der Politik im Stich gelassen und ohne echten Schutz durch die Exekutive. Für ein Raub- oder Prügelopfer ist es schließlich ein sehr schwacher Trost, wenn der oder die Täter hinterher ausgeforscht und vielleicht auch ein wenig bestraft wird (oder werden.)

Jetzt wurden in Linz ein Politiker und seine Tochter Opfer eines Angriffs durch einen Tschetschenen. Dem Umstand, dass das Opfer ein Politiker ist, ist es zu verdanken, dass dem Vorfall wesentlich mehr mediales Interesse gewidmet wird als sonst üblich. Passieren wird aber trotzdem nichts. Ja, die Opfer von Gewaltkriminalität sind ja wirklich nur in Ausnahmefällen Politiker. Dabei würden sich ganz gewiss viele Leute wünschen, dass es statt unschuldiger Privatpersonen doch jene Leute „erwischen“ sollte, denen allgemein die Schuld an den schlimmen Zuständen gegeben wird, nämlich Politikern und auch Vertretern von einflussreichen NGO´s. Jene Leute also, die dafür verantwortlich gemacht werden, dass viele Asylwerber und anerkannte Flüchtlinge, neuerdings nur mehr Migranten genannt, mit teils mehr als fragwürdigen Begründungen in Österreich sind. Und auch jene Leute, die dafür verantwortlich gemacht werden, dass nicht einmal schwer straffällig gewordene „Migranten“ abgeschoben werden (können).

Zu viele Unschuldige sind weiterhin Freiwild für Gewalt, nur weil die Politik nichts dagegen tun will. Da gibt es weder den Willen dafür noch eine Einigkeit unter den Parteien.

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