Der AMS- Chef ist “vorsichtig optimistisch”, was die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt betrifft, es sei aber eine “Herkulesaufgabe”. Mit der Aufgabe hat er sicher recht, für den vorsichtigen Optimismus ist er aber zu bewundern. Und der Sozialminister wird froh und dankbar sein, dass er für den Bundespräsidenten kandidieren darf. Somit ist er nämlich die “große Herausforderung” der Unterbringung von Flüchtlingen am Arbeitsmarkt los. Soll sich jemand anderer mit dem Problem herumschlagen. Er kann seinem Nachfolger nur viel Glück wünschen; der wiederum kann nur hoffen, dass bei der Prüfung der Asylberechtigungen korrekt vorgegangen wird und Wirtschaftsflüchtlinge abgewiesen wird. Da rächt sich jetzt nämlich das großzügige Hereinlassen aller Asylwerber ohne Kontrollen; ein im Grunde kriminelles Vorgehen. Mit der jetzt schon praktizierten Vorgangsweise, Firmen unter Druck zu setzen, dass sie österreichische Arbeitnehmer entlassen und Flüchtlinge aufnehmen, ist auch nicht viel zu gewinnen.
Eine dänische Langzeitstudie (2004 bis 2014) des Arbeitgeberverbandes zur Integration am Arbeitsmarkt brachte Schlimmes zutage. Das Projekt wurde vom Leiter des Dänischen Arbeitgeberverbandes als “wirklich fehlgeschlagen” eingestuft. Der Arbeitsminister und der Wirtschaftsminister nannten das Ergebnis der Studie “zutiefst erschreckend” und “ein Zeugnis des Versagens”. Drei von vier Flüchtlingen, die in den frühen 2000er Jahren nach Dänemark kamen, waren zehn Jahre später arbeitslos und lebten vom Staat.
Und unsere Arbeitslosenverwalter meinen, sie kriegen es besser hin?

Die dänische Studie ist hier auf metropolico zu sehen:

Aktualisierung am 25. 01. 2019:

Die Studie ist auf metropolico nicht mehr zu finden. Hier ist sie in etwas anderer Form nochmals: