Es ist noch gar nicht so lange her, dass das Gezerre um den Karfreitag als bezahlten Feiertag für einige kleinere Religionsgemeinschaften in Österreich mit einem Gerichtsurteil endete. Ein angeblich Konfessionsloser hatte ja geklagt, weil er sich aus Gleichheitsgründen um die Feiertagszuschläge am Karfreitag, der für ihn ein normaler Arbeitstag war, betrogen sah. Mit dieser über Jahre laufenden Klage befasste sich letztendlich sogar der EUGH in Luxemburg. Und der EUGH befand, dass die österreichische Regelung diskriminierend ist und geändert werden muss und als Folge wurde der Karfreitag als Feiertag per Gesetz abgeschafft. Viel Aufwand also, um Diskriminierung abzuschaffen.

Und dann kann man in einer Zeitung lesen, dass das Unterrichtsministerium in einem neuen Erlass allen österreichischen Bildungsdirektionen empfiehlt, muslimischen Schülern an drei islamischen Festen die Erlaubnis zum Fernbleiben vom Unterricht zu erteilen, soweit es sich dabei um Schultage handelt. Dieser Erlass gilt für die Jahre 2019 bis 2021. Es sind dies das dreitägige Ramadanfest, dann das Opferfest und das Aschurafest. Eine Sprecherin des Ministeriums betonte, dass damit lediglich das Islamgesetz von 2015 vollzogen werde. Und dann findet man im Internet ein PDF- Dokument des Bundesministeriums für Bildung und Frauen vom 9. Dezember 2015 an alle Landesschulräte und den Stadtschulrat für Wien. Darin wird ebenfalls empfohlen, muslimischen Schülern für die schon vorher erwähnten Feiertage auf Ansuchen die Erlaubnis zum Fernbleiben vom Unterricht zu erteilen. Allerdings gilt das für die Jahre 2016 bis 2018.

Und jetzt habe ich Fragen: Da es sich für die muslimischen Schüler da um zusätzliche schulfreie Tage handelt; ist das etwa keine Diskriminierung konfessionsloser oder andersgläubiger Schüler? Wird eine offensichtliche Diskriminierung nicht eingeklagt, weil Muslime bevorzugt werden? Warum hört man von dieser Sache nichts, obwohl das seit Jahren schon so geht? Sollen die Nicht- Muslime in Österreich für dumm verkauft werden? Die letzten Regierungen, die letzten Ministerien wussten über diese Diskriminierung Bescheid, genau so wie die Schulleitungen. Und warum berichtete kein ORF, keine privaten TV- Anstalten, so gut wie keine anderen Medien darüber? Richtig; weil man nicht wollte, dass das bekannt wird.

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