Die Kriegsgefahr im iranisch- arabischen Raum ist gestiegen, seit die USA das Atomabkommen mit dem Iran gebrochen haben, die Sanktionsschraube gegen den Iran noch mehr angezogen haben (“ …wir werden sie an die Wand drücken, bis sie quietschen“), die Iranischen Revolutionsgarden zur terroristischen Vereinigung erklärten, mit einem Flottenverband vor der Haustür des Iran aufkreuzten und massiv drohten. Jetzt wurde die Kriegsgefahr schlagartig noch einmal erhöht, nachdem eine große US- Drohne abgeschossen wurde. Der Iran behauptet, die Monster- Spionagedrohne über iranischem Territorium, in iranischen Hoheitsgewässern abgeschossen zu haben. Die USA hingegen sagen, die Drohne wurde in internationalen Gewässern, weit weg vom Iran abgeschossen. Diese Spionagedrohne, eine „Global Hawk“, hat übrigens eine Spannweite von etwa 40 Meter und kann bis zu 18.000 Meter hoch fliegen. Es ist also ein militärisches Gerät, welches mit den allgemein bekannten Drohnen gar nichts zu tun hat. Die Kosten für so ein Gerät belaufen sich übrigens auf mehrere hundert Millionen Dollar. Nach dem von den USA bestätigten Verlust ihrer Drohne twitterte Präsident Trump, dass der Iran einen sehr großen Fehler gemacht habe (Iran made a very big mistake), was als militärische Drohung zu verstehen war.

Wem kann man bei der Geschichte glauben? Den USA, die sagen, dass die Drohne über dem offenen Meer herumflog oder dem Iran, der behauptet, die Drohne über ihrem Hoheitsgebiet abgeschossen zu haben? Teile des Pentagon samt ihren Verbündeten in der Region; den Saudis, den Emiraten und auch Israel, drängen auf einen Krieg gegen den Iran. Und dass die USA nicht erst einmal einen Krieg mit einer Lüge begonnen haben, ist bekannt. Und der Truppenaufmarsch in den Gewässern vor dem Iran fand ja nicht statt, um eine Ausstellung zu veranstalten und wenn man also Kriegsvorbereitungen trifft, lässt man eine Spionagedrohne nicht einfach so im Meer um den Flugzeugträger kreisen, um das Meer zu beobachten. Viel wahrscheinlicher und glaubwürdiger ist es, dass die Drohne unterwegs war, um das zu tun, wofür sie geschaffen wurde, nämlich feindliche iranische Angriffsziele auszuspionieren. Den Angaben der Iraner ist also eher Glauben zu schenken als jenen der Amerikaner.

US- Präsident Trump hat übrigens, wie jetzt berichtet wird, einen schon angelaufenen „Vergeltungsschlag“ im allerletzten Moment gestoppt. Ob damit aber die Kriegsgefahr endgültig weg vom Tisch ist, darf bezweifelt werden.

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